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  • Nachhaltigkeit in der Medizin: Ist das die beste Lösung oder geht es auch nachhaltiger?

    Nachhaltigkeit in der Medizin: Ist das die beste Lösung oder geht es auch nachhaltiger?

    Nachhaltigkeit in der Medizin Titelbild


    Nachhaltigkeit in der Medizin: Ist das die beste Lösung oder geht es auch nachhaltiger?

    In unseren Veranstaltungen hinterfragen wir uns ständig und suchen Wege zur Verbesserung, natürlich auch beim Thema Nachhaltigkeit. Angesichts der globalen Umweltprobleme wie Klimawandel, Ressourcenknappheit und Verlust der Biodiversität gewinnt Nachhaltigkeit in der Medizin zunehmend an Bedeutung.

    In diesem Artikel möchten wir Ihnen die Maßnahmen und Strategien vorstellen, die wir bei MD HORIZONTE bereits erfolgreich umsetzen, und Einblicke teilen, wie unsere Referent:innen Nachhaltigkeit in ihren Kliniken leben.

    In diesem Beitrag lesen Sie:

    1. Gelebte Nachhaltigkeit bei unseren Veranstaltungen
    2. Nachhaltiges Catering
    3. Nachhaltige Anreisemöglichkeiten zur Fortbildung
    4. Strategien im Gesundheitswesen
    5. Praktische Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Berufsalltag
    6. Fallbeispiele und Erfolgsgeschichten
    7. Fazit: Es gibt noch viel zu tun

    Gelebte Nachhaltigkeit bei unseren Veranstaltungen

    In unseren medizinischen Fortbildungen legen wir großen Wert auf Nachhaltigkeit in der Medizin und demonstrieren dies durch praktische Maßnahmen bei der Gestaltung unserer Veranstaltungen.

    Nachhaltiges Catering

    • Wir setzen auf regionale Produkte: Unser frisches Brot und Kuchen stammen vom Sylter Bäcker.
    • Wir bieten auch vegane und vegetarische Snacks an.
    • Wir achten auf die Mengen, damit kein Essen weggeworfen werden muss und verschenken alle Reste nach den Veranstaltungen an unsere Teilnehmenden und das Team.
    • Zukünftig nutzen wir stilles Wasser direkt aus dem Hahn.  

    Bei den Schulungsunterlagen und auch bei unserer internen Arbeitsorganisation

    • haben wir uns fast komplett von bedrucktem Papier verabschiedet.
    • Anstelle von Skripten, Mappen und dicken Aktenordner, die beim nächsten Umzug nur im Müll landen, bieten wir Ihnen[Ga1] alle Unterlagen digital an. Der Vorteil für Sie: So bekommen Sie mehr Lernmaterial und immer wieder Boni, als es auf Papier überhaupt möglich wäre. 
    • Unsere Kugelschreiber, früher aus Kunststoff, sind heute aus recyceltem Material.

    Nachhaltige Anreisemöglichkeiten zur Fortbildung

    Wir haben uns bewusst für Sylt als Veranstaltungsort unserer Fort- und Weiterbildungen entschieden:

    Die Insellage bietet die perfekte Umgebung, damit Sie sich als Teilnehmer:in ohne Ablenkung und in einer wunderschönen Landschaft voll und ganz auf das Wesentliche, also das Lernen, konzentrieren können.

    In der heutigen Zeit ist es wichtiger denn je, verantwortungsbewusst mit unseren Ressourcen umzugehen. Daher legen wir als Veranstalter großen Wert darauf, dass Nachhaltigkeit bereits bei Ihrer Anreise beginnt. Die Deutsche Bahn mag ihre Eigenheiten haben, aber sie ist nun mal eine kosteneffiziente und umweltfreundliche Alternative zu Flugreise oder Autofahrt. Aber wie wäre es, wenn Sie die Bahnfahrt nicht als Mittel zum Zweck sehen, sondern als integralen Bestandteil zu Ihrer kompletten Fort- und Weiterbildung? Sozusagen die Anreise bereits als wertvollen Teil Ihres gesamten Lernerlebnisses?

    Unser Ziel ist es, ein Bewusstsein für umweltfreundliche Reisemöglichkeiten zu schaffen und ein nachhaltiges Verhalten zu fördern.

    Wir unterstützen die umweltfreundliche Anreise mit der Bahn und bieten Ihnen als Teilnehmer:in das Veranstaltungsticket der DB. Mehr dazu finden Sie hier.

    Außerdem haben wir vor Ort auf Sylt eine Kooperation mit einer Fahrradvermietung. Als Teilnehmende bekommen Sie Vergünstigungen und bleiben auf Sylt auch ohne Auto mobil.

    Nachhaltigkeit in der Medizin: Strategien im Gesundheitswesen

    Nachhaltigkeit in der Medizin? Das geht weit über das Recycling im Büro hinaus. Es umfasst das Einsparen von Energie, die Reduzierung von Abfall und den Einsatz umweltfreundlicher Materialien – und das alles, ohne Kompromisse bei der Patientenversorgung einzugehen. Ein wichtiger Aspekt ist auch die nachhaltige Beschaffung, also die Auswahl von Produkten und Lieferanten nach ökologischen und sozialen Kriterien, die einen festen Bestandteil eines umweltbewussten Gesundheitswesens darstellt.


    Von digitalen Patientenakten bis hin zur umweltbewussten Beschaffung gibt es unzählige Möglichkeiten, wie Sie als Ärztin oder Arzt Ihren Beitrag zum Schutz unseres Planeten leisten können. Das Beste daran? Diese Maßnahmen sparen nicht nur wertvolle Ressourcen für die Umwelt, sondern oft auch Zeit und Geld für Ihre Praxis oder Klinik.

    Nachhaltigkeit in der Medizin: Praktische Tipps für den Berufsalltag

    Studien haben gezeigt, dass der Gesundheitsbereich insgesamt einen beachtlichen Anteil am CO2-Fußabdruck eines Landes ausmacht. Mit 10 Prozent in den USA und etwa 5 Prozent in Deutschland stehen Krankenhäuser und Arztpraxen vor der Herausforderung, ihre Ressourcen effizienter zu nutzen. Dies eröffnet nicht nur Möglichkeiten zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks, sondern birgt auch erhebliches Einsparpotenzial.

    Um im täglichen Arbeitsumfeld Nachhaltigkeitsstrategien im Gesundheitswesen zu fördern, können folgende umweltfreundliche Maßnahmen im Krankenhaus und in der Praxis implementiert werden:

    Grafik Nachhaltigkeit in der Medizin

    Diese praktischen Ansätze ermöglichen es Ärztinnen und Ärzten, aktiv zur Nachhaltigkeit in der Medizin beizutragen und gleichzeitig Kosten zu senken.

    Fallbeispiele und Erfolgsgeschichten für Nachhaltigkeit in der Medizin

    Die Herausforderungen im Gesundheitswesen sind vielfältig: hoher Druck, die Qualität der Patientenbetreuung zu gewährleisten, Kosten zu sparen, technische Anforderungen zu erfüllen, Ressourcen effizient zu nutzen und dem Fachkräftemangel sowie der Überlastung des Personals zu begegnen. Hinzu kommen Inflation und steigende Kosten. In diesem anspruchsvollen Umfeld stellt sich die Frage, wie Nachhaltigkeitsstrategien erfolgreich umgesetzt werden können. Einige Kliniken befinden sich noch am Anfang ihres Weges zu einem „grünen Krankenhaus“, während andere bereits bedeutende Fortschritte gemacht haben. Um zu verstehen, wie Nachhaltigkeit in der Medizin praktisch umgesetzt wird, haben wir mit unseren Referenten gesprochen:

    Unser Referent Prof. Dr. med. Holger Holthusen, Medizinischer Vorstand der Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum GmbH sowie Medizinischer Direktor der Knappschaft Kliniken GmbH:

    • Wir haben in unserem Verbund der Knappschaftskrankenhäuser Stellen für Energiemanagement und Nachhaltigkeit eingerichtet.
    • Wir nehmen am Programm KLIK Green teil, einer nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums.
    • Wir rüsten die Leuchtmittel in unseren Häusern, die lange Brennzeiten haben, auf LED um und statten andere Bereiche mehr mit Bewegungsmeldern aus.
    • Weiterhin Austausch von Lüftungsanlagen, Austausch Kesselanlage, Austausch Heizungspumpen.
    • Einrichtung BHKW
    • Abschaffung besonders klimaschädlicher Narkosegase (Desfluran).
    • Einrichtung von ELiA-Arbeitsgemeinschaften in unseren Häusern
    • Klimaschutz als Unternehmensziel definiert (Letter of Intent an die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen).
    • E-Fahrradleasing für Mitarbeiter
    • Mehrweg in den Cafeterias

    Ebenso berichtet Prof. Dr. med. Wolfgang A. Krüger, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie (AINS) und Ärztlicher Direktor am Klinikum Konstanz, von praktischen Umsetzungen:

    „Aufgrund der nachteiligen Umweltbilanz haben wir seit mehr als einem Jahr das Inhalationsanästhetikum Desfluran vollständig abgeschafft und arbeiten nur noch mit Sevofluran. Nach einem Testlauf bereiten wir uns nun darauf vor, Sevoflurane in den OP-Sälen in speziellen Kartuschen aufzufangen, sodass es in Zukunft nach Gebrauch recycelt werden kann. In Österreich ist bereits die 1. Charge von recyceltem Sevoflurane auf dem Markt und wir wollen dazu beitragen, dass dies auch in Deutschland möglich wird. In unserem Fall sind hierfür allerdings technische Veränderungen an den Narkosegeräten nötig, sodass wir dies nicht von heute auf morgen umsetzen können.“

    Fazit: Nachhaltigkeit in der Medizin – Es gibt noch viel zu tun

    Die sozial-ökologische Transformation im Gesundheitswesen kann einen entscheidenden Beitrag zur globalen Nachhaltigkeit leisten. Dieses Ziel erreichen wir nur, wenn alle Beteiligten im Gesundheitssektor eng zusammenarbeiten. Sie als Teil der medizinischen Gemeinschaft spielen eine zentrale Rolle bei dieser Transformation und auch wir sehen uns natürlich in der Verantwortung.

    Dabei geht es nicht nur um große Innovationen; auch im Alltag kann jede:r Einzelne von uns einen Unterschied machen – sei es durch kleine Anpassungen oder durch das persönliche Engagement für Veränderungen innerhalb des Gesundheitssystems.

    Bei MD HORIZONTE glauben wir fest daran, dass jeder Schritt zur Nachhaltigkeit zählt, solange er durchdacht und sinnvoll ist. Es geht nicht darum, Veränderungen um jeden Preis zu erzwingen, sondern praktikable und sinnvolle Wege zu finden, die tatsächlich zu mehr Nachhaltigkeit in der Medizin und in der Fort- und Weiterbildung führen.

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    Weiterführende Links und Ressourcen:

    Für ein nachhaltiges Gesundheitswesen | BARMER
    Jetzt oder nie: Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen – Gesunde Erde – Gesunde Menschen (stiftung-gegm.de)
    Jetzt oder nie – Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen (mwv-landingpages.de)
    Nachhaltigkeit für Gesundheit und Pflege (bundesgesundheitsministerium.de)

    Forschung kann zu mehr Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen verhelfen: Ein Interview mit Prof. Dr. Dieter Christian Wirtz, Direktor der Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Bonn. Er spricht über den Müll im OP-Bereich, Energieverbrauch und mögliche Lösungsansätze.

    Studie von Deloitte in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Medizintechnologie e.V.: Diese Studie präsentiert die Ergebnisse einer Befragung von Entscheidungsträgern aus deutschen Krankenhäusern zum Thema Nachhaltigkeit beim Einkauf von Medizintechnikprodukten. Hier können Sie die Studie einsehen oder herunterladen.

    Nachhaltigkeit von Medizinprodukten als zukünftiger Entscheidungsfaktor: Neben klinischen und ökonomischen Aspekten sollten auch ökologische Gesichtspunkte bei der Auswahl von Medizinprodukten berücksichtigt werden. Mehr dazu hier.

  • Wann wird meine Arbeit in einer Balintgruppe anerkannt?

    Wann wird meine Arbeit in einer Balintgruppe anerkannt?

    Titelbild Balintgruppe


    Wann wird meine Arbeit in einer Balintgruppe anerkannt?

    Ärztinnen und Ärzte stehen im Berufsalltag vor zahlreichen Herausforderungen: Zeitdruck, Patientenbetreuung, Ärger mit bürokratischen Hürden und politischen Entscheidungen – die Liste ist schier endlos. Besonders belastend sind oft die menschlichen Tragödien, die man nicht selten mit nach Hause nimmt. Selbstfürsorge, Abgrenzung und Aufarbeitung sind daher essenziell, um in diesem anspruchsvollen Berufsfeld nicht nur zu überleben, sondern auch langfristig Erfüllung zu finden. Ein wirksames Instrument hierfür ist die Arbeit in einer Balintgruppe. Doch hierbei stoßen wir auf ein Problem: Die Anerkennung dieser Arbeit ist regional unterschiedlich und oft erschwert durch bürokratische Barrieren.

    In den vergangenen Jahren haben wir bei unseren Veranstaltungen viel positives Feedback erhalten, gleichzeitig aber auch die komplexen Herausforderungen in der Zusammenarbeit mit Ärztekammern und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) hautnah miterlebt. In diesem Artikel wollen wir unsere Erfahrungen mit Ihnen teilen und praktische Tipps anbieten, wie man mit Genehmigungsschwierigkeiten umgehen kann.

    In diesem Beitrag lesen Sie:

    1. Wozu dient Balintgruppenarbeit und was sind ihre Ziele?
    2. Kurzdefinition einer Balint Gruppe
    3. Balintgruppenarbeit bei MD HORIZONTE auf Sylt
    4. Wichtiger Hinweis für unsere Teilnehmenden
    5. Die Anerkennung bei den Ärztekammern und der Kassenärztlichen Vereinigung
    6. Unser Tipp: Proaktive Klärung
    7. Fazit: Gehen Sie beim Thema Balintgruppe in den Dialog!

    Wozu dient Balintgruppenarbeit und was sind ihre Ziele?

    Wenn Sie schon länger im ärztlichen Beruf tätig sind, erinnern Sie sich vielleicht noch an Zeiten, in denen man sich im Tennis-Club oder in einem ähnlichen Rahmen mit Kolleginnen und Kollegen traf. Solche Treffen boten Gelegenheit, sich locker über berufliche Herausforderungen auszutauschen – sei es der Umgang mit belastenden Patient:innen oder schwierige Gesprächssituationen.
    Rückblickend ermöglichte das zwar einen regelmäßigen Austausch, diese Vorgehensweise war aber keineswegs richtungsweisend oder in irgendeiner Form lösungsorientiert.

    An dieser Stelle kommt heute die Balintgruppe ins Spiel. Sie bieten einen strukturierten Rahmen für den Austausch über berufliche Herausforderungen und ist ein wichtiges Instrument zur beruflichen Reflexion und Weiterentwicklung.
    Für detaillierte Informationen über den Ablauf einer Balint-Gruppe, die Entstehung und die Hintergründe können Sie sich an die Deutsche Balint Gesellschaft wenden. Dort erfahren Sie alles Wissenswerte über das Ehepaar Balint und die Bedeutung ihrer Arbeit für den ärztlichen Alltag. 

    Kurzdefinition einer Balint Gruppe

    Eine Balint Gruppe ist eine regelmäßig stattfindende Zusammenkunft von Ärztinnen und Ärzten, die sich beispielsweise einmal monatlich unter der Leitung eines geschulten Balint-Leiters oder einer Balint-Leiterin trifft. Ziel dieser Gruppen ist es, berufliche Belastungen und Herausforderungen in einer geschützten und vertraulichen Umgebung zu besprechen und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln.

    Die Gruppe bietet einen Rahmen für den professionellen und vertrauensvollen Austausch und ermöglicht es den Teilnehmenden, auch sensible Themen anzusprechen, die sonst möglicherweise unerwähnt bleiben.

    Ein wesentliches Element der Balint Gruppe ist die Moderation durch den bzw. die Gruppenleiter:in. Diese:r fördert den Dialog und stellt sicher, dass die Diskussionen strukturiert und zielorientiert verlaufen, um praktikable Lösungen für die beruflichen Herausforderungen der Teilnehmenden zu erarbeiten.

    Balintgruppenarbeit bei MD HORIZONTE auf Sylt

    Bei unseren Veranstaltungen auf Sylt verbringen die Teilnehmenden in einer sehr intensiven Woche viel Zeit miteinander. In dieser Zeit lernen sie sich gut kennen und bauen ein enges Verhältnis zueinander auf, was eine entscheidende Grundlage für die erfolgreiche Arbeit in der Balintgruppe bildet. Unsere Balint-Leiterinnen und -Leiter bestätigen regelmäßig, wie schnell die Teilnehmenden ihre anfänglichen Berührungsängste verlieren.

    Auf Sylt ist die Arbeit in der Balintgruppe Bestandteil unseres Psychosomatische Grundversorgung Kurs. Hier arbeiten die Teilnehmenden ohnehin in Kleingruppen zusammen. Es entwickelt sich ein Raum des offenen Austauschs, in dem Themen zur Sprache kommen, über die sie normalerweise nicht sprechen würden.

    Psychosomatische Grundversorgung Kurs mit Balintgruppe

    Das Kompaktseminar wird unterteilt in

    • 10h Online-Video-Kurs (E-Learning) plus 40h Präsenz-Veranstaltung auf Sylt (+ optional 15h Balintgruppe)
    • Anerkannte Weiterbildung zum Erwerb der Zusatzbezeichnung nach dem Curriculum der Bundesärztekammer

    Viele unserer Teilnehmenden kommen bei uns zum ersten Mal mit der Balintgruppenarbeit in Berührung. Sie bekommen bei uns eine Einführung und sind anschließend nicht nur offen, sondern meist sogar total begeistert. Oft bekommen wir die Rückmeldung, dass die Teilnehmenden vorher gar nicht damit gerechnet haben, dass Balintgruppenarbeit so toll ist!

    Und genau das wollen wir erreichen!

    Unser Ziel ist es, Ihnen zu vermitteln, dass diese Arbeit eine wichtige Bereicherung für Ihren Berufsalltag darstellt und nicht bloß als eine notwendige Formalität für Abrechnungs-positionen oder Facharztqualifikationen angesehen wird.

    Aber wie es eben oft so ist, stellt die Bürokratie leider eine Hürde dar.

    Wichtiger Hinweis für unsere Teilnehmenden

    Die Gesamtpflichtzeit beträgt 30 Unterrichtseinheiten. Davon können Sie 15 Einheiten bei uns auf Sylt absolvieren. Die verbleibenden 15 Stunden verteilen sich auf mindestens ein halbes Jahr, beispielsweise in Form von vier Wochenendseminaren.

    Hier gilt es jedoch, eine wichtige Regelung zu beachten: Die Deutsche Balint Gesellschaft schreibt vor, dass zwischen der Teilnahme an verschiedenen Balintgruppen mindestens ein halbes Jahr liegen muss. Diese Vorgabe soll sicherstellen, dass sich die Teilnehmenden ausreichend Zeit für das gegenseitige Kennenlernen nehmen. Diese Regel wurde von den Ärztekammern und der Kassenärztlichen Vereinigung übernommen.

    Die Deutsche Balint Gesellschaft empfiehlt, statt eines Balint Kompaktkurs sich bewusst Zeit für die volle Dauer des halben Jahres zu nehmen (Kleiner Hinweis am Rande: Sie bietet jedoch selbst Kompaktseminare an …).

    Wir bei MD HORIZONTE plädieren im Gegenzug dafür, dass der kompakte Zeitraum auf Sylt eine hervorragende Möglichkeit ist, in das Thema überhaupt erst einmal einzusteigen. Wenn Sie feststellen, dass Ihnen die Balintgruppenarbeit guttut, suchen Sie sich hinterher eine Gruppe bei sich in der näheren Umgebung.

    Für uns bedeutet diese Regelung, dass wir unsere Teilnehmenden in Absprache mit der Landesärztekammer Schleswig-Holstein immer explizit darauf hinweisen müssen, dass sie nach unserem Seminar auf Sylt genügend Zeit für die restlichen Weiterbildungseinheiten einplanen sollten, um die Vorgabe von einem halben Jahr zu erfüllen.

    Unsere Balintgruppenarbeit ist von der Landesärztekammer Schleswig-Holstein als Weiterbildung zertifiziert und wird grundsätzlich bundesweit anerkannt.

    Aber wenn es so einfach wäre, wäre es ja zu leicht!

    Die Anerkennung bei den Ärztekammern und der Kassenärztlichen Vereinigung

    Die Zuständigkeiten im Bereich der ärztlichen Fort- und Weiterbildung können manchmal verwirrend sein. Generell obliegt die Verantwortung für Fort- und Weiterbildungen, Facharztprüfungen sowie den Erwerb von Zusatzbezeichnungen den Ärztekammern, nicht den Kassenärztlichen Vereinigungen (KV). Doch die Organisation der Ärzteschaft verschwimmt hier immer wieder.

    Wir hätten Ihnen an dieser Stelle gerne eine klare Übersicht präsentiert, welche Organisation was anerkennt, doch die Realität ist weitaus komplizierter.

    Es existieren keine allgemeingültigen Regelungen und oft hängt die Entscheidung von den jeweiligen Sachbearbeiter:innen ab. Tatsächlich bemerken wir in unserer täglichen Zusammenarbeit mit den verschiedenen Ärztekammern bereits anhand einer einzigen E-Mail, sobald ein neuer Sachbearbeiter zuständig ist.

    In folgenden Bundesländern gibt es nach unseren Erfahrungen (Stand November 2023) regelmäßig Unstimmigkeiten:

    • ÄK Schleswig-Holstein
    • ÄK Nordrhein
    • ÄK Westfalen-Lippe
    • LÄK Bayern
    • LÄK Sachsen
    • ÄK Sachsen-Anhalt
    • LÄK Thüringen

    Diese Erkenntnisse basieren auf rein persönlichen Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit diesen Organisationen. Oftmals werden diese Probleme auch durch Teilnehmende an uns herangetragen, die von Schwierigkeiten in ihren Bundesländern berichten. Umgekehrt schließen wir aus dem Ausbleiben solcher Rückmeldungen, dass es in anderen Bundesländern vermutlich weniger Probleme gibt.

    Unser Tipp: Proaktive Klärung

    Die Praxis der Anerkennung durch Ärztekammern kann sich rasch ändern, besonders wenn neue Sachbearbeiter:innen die Verantwortung übernehmen oder nach Kammerversammlungen neue Beschlüsse gefasst werden. Diese Änderungen können innerhalb kurzer Zeit eintreten.

    Deshalb ist unser dringender Rat: Fragen Sie wiederholt und intensiv nach!

    Unser Tipp für Sie: Bleiben Sie hartnäckig! Konfrontationen sind in diesem Prozess manchmal unvermeidlich. Unsere Kurse sind zwar bundesweit anerkannt, aber um unangenehme Überraschungen nach der Anmeldung zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen, sich vorab gründlich bei Ihrer Kammer zu informieren.

    Scheuen Sie sich nicht, bei Zweifeln mehrfach nachzuhaken. In diesem Fall zahlt sich eine sorgfältige Vorbereitung aus.

    Ein freundlicher Hinweis darauf, dass Sie bereits viel Positives über die Arbeit in einer Balintgruppe gehört haben sowie die Bitte um Genehmigung ist eine gute Möglichkeit, mit den zuständigen Sachberarbeiter:innen eine gute und einvernehmliche Lösung zu finden.

    Sollten Sie jedoch generell ein gutes Verhältnis zu Ihrer zuständigen Ärztekammer haben, können Sie wahrscheinlich beruhigter sein bezüglich der Anerkennung unserer Kurse.

    Fazit: Gehen Sie beim Thema Balintgruppe in den Dialog!

    Unser Ziel ist es, Sie zu ermutigen, sich aktiv und selbstbewusst für Ihre Rechte und Interessen einzusetzen.

    Das Wichtigste, was wir Ihnen ans Herz legen möchten: Fragen Sie nach – in Bezug auf die Facharztprüfung bei Ihrer Ärztekammer; in Bezug auf Ihre Niederlassung haken Sie bei Ihrer Kassenärztlichen Vereinigung nach.

    Doch auch, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist und Sie an einer Balintgruppe teilgenommen haben und sich die Ärztekammer anschließend quer stellt: Bedenken Sie stets, dass auch dort nur Menschen sitzen, die bestmöglich ihren Job machen möchten. Freundliche, aber selbstbewusste Rückfragen sind in jedem Fall immer die beste Lösung für alle Beteiligten. Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass Dranbleiben und Nachfragen oft zum Erfolg führen.

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  • Lernen mit Erfolg: Was bringt ein Medizin Repetitorium?

    Lernen mit Erfolg: Was bringt ein Medizin Repetitorium?

    medizin-repetitorium-titelbild


    Lernen mit Erfolg: Was bringt ein Medizin Repetitorium?

    Der Mehrwert eines Medizin Repetitoriums

    Ob angehende:r Mediziner:in oder bereits im Beruf stehende:r Arzt/Ärztin, die Herausforderungen in der Medizin sind stetig. Ein Medizin Repetitorium dient nicht nur Studierenden zur Vorbereitung auf Prüfungen, sondern bietet auch praktizierenden Ärzt:innen die Möglichkeit, ihr Fachwissen aufzufrischen. Doch was genau verbirgt sich hinter einem Repetitorium und welchen Mehrwert bietet es Ihnen als angehende:r Facharzt/Fachärztin?

    In diesem Beitrag lesen Sie:

    1. Medizin Repetitorium: Was ist das und wie unterscheidet es sich von anderen Weiterbildungsformaten?
    2. Moderne ärztliche Fortbildung: Mehr als nur Bücher
    3. Das Medizin Repetitorium als Bildungsformat bei MD HORIZONTE
    4. Für wen eignet sich die Teilnahme an einem Medizin Repetitorium?
    5. Wie kann ein Medizin Repetitorium mir helfen, mich optimal auf die Facharztprüfung vorzubereiten?
    6. Inhalte und Intensität: Was erwartet Sie in einem Medizin Repetitorium?
    7. Fortbildung Arzt: Der Unterschied zwischen Fort- und Weiterbildung übersichtlich erklärt
    8. Fazit: Warum ein Medizin Repetitorium der Schlüssel zum Erfolg ist

    Medizin Repetitorium: Was ist das und wie unterscheidet es sich von anderen Weiterbildungsformaten?

    Der Begriff „Repetitorium“ ist Ihnen auf unserer Website und bei unseren Fort- und Weiterbildungsangeboten schon mehrfach begegnet, aber kennen Sie auch die genaue Repetitorium Bedeutung?

    Abgeleitet vom lateinischen Wort repetere („wiederholen“), beschreibt ein Repetitorium die Wiederholung und Vertiefung von Wissen und Fähigkeiten – meist mit dem Ziel, eine Prüfung zu bestehen. Es handelt sich hierbei um eine kompakte, intensive Weiterbildungsform – optimal für Studierende und alle, die eine anspruchsvolle Prüfung in Aussicht haben.

    Diese Art der Wissensvermittlung ist besonders im Bereich der Rechtswissenschaft für Staatsexamina sehr verbreitet. Die Ursprünge der juristischen Repetitorien reichen bis ins Jahr 1794 zurück. Ein Repetitorium bedeutete traditionell, Prüfungsinhalte unter der Leitung eines fortgeschrittenen Studierenden oder eines „Repetitors“ gemeinsam durchzugehen. Anstatt sich selbstständig mit dem Stoff zu befassen, erfolgte das Wiederholen unter Anleitung.

    Im Kontext der Medizin Repetitorien bezieht sich das Format hauptsächlich auf Vorbereitungskurse für die Facharztprüfung. In diesem Rahmen profitieren die Teilnehmenden von einer gezielten Wiederholung und Intensivierung des relevanten Prüfungswissens, optimal aufbereitet durch die Expertise unserer erfahrenen Fachreferent:innen.

    Moderne ärztliche Fortbildung: Mehr als nur Bücher

    So gesehen hat der Begriff „Repetitorium“ erst einmal nichts mit Fort- und Weiterbildung zu tun. Doch die Technik des kompakten, angeleiteten Lernens hat sich als enorm vorteilhaft herausgestellt.

    Dies spiegelt sich in aktuellen Bildungsformaten wider, wie den von uns angebotenen Intensivkursen:

    • Repetitorium Anästhesie
    • Repetitorium Intensivmedizin
    • Repetitorium Gynäkologie und Geburtshilfe compact
    • Repetitorium Innere Medizin

    Natürlich können Sie auch mit Büchern repetieren. In jedem medizinischen Fachbereich gibt es viele Standardwerke, die oft mehrere hundert Seiten umfassen. Wenn es auf eine Prüfung zugeht, kaufen Sie sich einfach eins dieser Bücher und lesen es … 😉.

    Aber mal ehrlich: Heutzutage hat doch niemand mehr Zeit und Muße, solche umfangreichen Wälzer – selbst wenn es nur in Teilen ist – durchzuackern!

    Die Art und Weise des Lernens und Wiederholens hat sich verändert, ebenso wie die Prüfungen selbst. Statt reiner Multiple-Choice-Fragen und reinem Auswendiglernen werden heute vermehrt tiefgreifendes Verständnis, Hintergrundwissen und das Erkennen von Zusammenhängen abgefragt.

    Das hat in den letzten 10 bis 15 Jahren dazu geführt, dass in diversen medizinischen Fachbereichen Repetitorien in Präsenzform und – seit der Pandemie – mittels digitaler Formate an Beliebtheit gewonnen haben.

    Das Medizin Repetitorium als Bildungsformat bei MD HORIZONTE

    Natürlich ist es unrealistisch, zu erwarten, dass das umfassende Wissen einer mehrjährigen Facharztausbildung, wie z. B. sechs Jahre in der Anästhesie, in nur einer Woche vermittelt werden kann.

    Daher liegt der Fokus darauf, die zentralen und oftmals kniffligen Themen zu identifizieren, bei denen viele junge Kolleg:innen Schwierigkeiten haben oder die in Prüfungen häufig abgefragt werden.

    Unsere wissenschaftlichen Leitungen wissen sehr genau, was in der Facharztprüfung und darüber hinaus gefordert wird. Diese Erkenntnisse sind entscheidend, um ein Repetitorium vernünftig konzipieren und gestalten zu können.

    Aber unsere Lernseminare sind nicht nur darauf ausgelegt, Mediziner:innen optimal auf ihre Prüfungen und Staatsexamina vorzubereiten. Sie sind ebenfalls eine ausgezeichnete Möglichkeit für Fachärztinnen und Fachärzte, ihre Fortbildungspunkte zu sammeln.

    Für wen eignet sich die Teilnahme an einem Medizin Repetitorium?

    Unsere Medizin Repetitorien richten sich an zwei Hauptzielgruppen:

    1. Angehende Fachärzt:innen: Junge Kolleg:innen, die vorhaben, eine Facharztprüfung abzulegen.
    2. Etablierte Fachärzt:innen: Diejenigen, die bereits Fachärzte sind, aber stets auf dem neuesten Stand ihres Fachgebietes bleiben möchten.

    Viele unserer Teilnehmenden nutzen die Veranstaltung, um sich Notizen zu machen und herauszufinden, in welchen Bereichen sie nachlernen müssen. Es ist schlichtweg unrealistisch, zu erwarten, sich innerhalb einer Woche alles zu merken. Wir bieten den Teilnehmenden einen umfassenden Überblick, sodass sie am Ende erkennen können, wo ihre Wissenslücken liegen.

    Hier verbirgt sich auch der größte Unterschied zwischen Präsenzveranstaltung und Online-Kurs:

    Ein klarer Vorteil unserer Online-Kurse besteht darin, dass Sie Inhalte mehrmals anschauen oder nachlesen können.

    Es gibt jedoch auch eine Gruppe von Teilnehmenden, etwa 20 %, die diese Woche besonders intensiv nutzen: Sie nehmen an allen Unterrichtseinheiten und zusätzlich an den Themenvertiefungen teil und widmen sich auch abends im Hotelzimmer dem Lernen. Diese Gruppe fühlt sich am Ende der Woche oft gut vorbereitet für die Facharztprüfung.

    Repetitorien eignen sich nicht nur zur Prüfungsvorbereitung

    Damit sich auch die bereits praktizierenden Fachärzt:innen gut aufgehoben fühlen, haben alle unsere Referent:innen eine klare Herangehensweise beim Aufbau der medizinischen Repetitorien:

    • 1/3 Basiswissen: Auch wenn die meisten bereits mit den Grundlagen vertraut sind.
    • 1/3 Aktuelle Entwicklungen: Was hat sich kürzlich im Fachgebiet getan?
    • 1/3 Zukunftsausblick: Da viele unserer Referent:innen in verschiedenen Gremien tätig sind und an Leitlinien mitwirken, können sie oft Vorhersagen treffen, welche Entwicklungen in den nächsten Jahren relevant werden. Das macht die Inhalte besonders spannend für Fachärzt:innen.

    Unsere Prüfungsvorbereitungskurse zum digitalen Lernen erfüllen zudem die qualitätssteigernden Anforderungen der Bundesärztekammer. Daher können die Teilnehmenden auch eine hohe Anzahl an CME-Punkten erwerben.

    Bei den Online-Kursen erhalten die Teilnehmenden sechs Monate Zugang, sodass sie sich mit einem überschaubaren Aufwand aktuelles Wissen aneignen und gleichzeitig über die Hälfte der erforderlichen Punkte sammeln können. Bei einem Vorgabenziel von 250 Punkten in fünf Jahren können sie durch die Teilnahme an nur einem Online-Kurs bereits über 100 Punkte nachweisen.

    Wie kann ein Medizin Repetitorium mir helfen, mich optimal auf die Facharztprüfung vorzubereiten?

    Ein Medizin Repetitorium hat mehrere Funktionen, nicht zuletzt die gezielte Vorbereitung auf die Facharztprüfung. Wir wissen, dass Fachgebiete im Laufe der Zeit immer umfangreicher geworden sind. Daher ist es für Einzelne oft nicht mehr realistisch, den gesamten Lehrstoff eigenständig zu sichten und herauszufinden, was prüfungsrelevant ist. Hier setzt unser Angebot an.

    • Prüfungssimulation als Schlüssel zur Vorbereitung: Bei allen unseren Repetitorien bieten wir eine Prüfungssimulation an. Hier steht weniger das Abfragen von Wissen im Fokus, sondern vor allem das Erleben der Prüfungssituation selbst. Nach einer solchen Simulation können Sie die eigentliche Prüfung mit deutlich weniger Angst und mehr Selbstvertrauen angehen.
    • Prüfungsrelevante Inhaltsauswahl: Im Medizin Repetitorium bieten wir Ihnen genau das Wissen an, das für die Facharztprüfung entscheidend ist. Dies entlastet Sie von der komplexen Aufgabe, relevante von weniger relevanten Inhalten zu trennen.
    • Erfolgreiche Prüfungsvorbereitung: Unsere renommierten Referent:innen haben Videokurse und Quizfragen entwickelt, die als optimale Vorbereitungskurse für Ihre medizinischen Prüfungen dienen. Sie sind darauf ausgelegt, dass Ärztinnen und Ärzte auf dem Weg zum Facharzt oder zur Zusatzbezeichnung den Lernstoff effektiv wiederholen und vertiefen können, insbesondere im Hinblick auf bevorstehende Prüfungen.


    Inhalte und Intensität: Was erwartet Sie in einem Medizin Repetitorium?

    Ein Medizin Repetitorium ist strukturiert aufgebaut und verfolgt einen klar definierten Rahmen. In der Regel umfasst der Inhalt:

    • Grundlagen
    • Spezialfälle
    • Medikamente

    Unser Ziel – gemeinsam mit der wissenschaftlichen Leitung – ist es, Ihnen einen umfassenden und tiefgehenden Überblick über das jeweilige Fachgebiet zu bieten.

    Dabei steht bei uns die stetige Erweiterung und Aktualisierung unseres Angebots immer im Fokus: Für Anfang 2024 planen wir einen speziellen Kurs „Gynäkologische Onkologie“, ein Feld mit sehr rasanten Entwicklungen, in dem eine sehr große Dynamik steckt. Wir haben hier führende Expert:innen als Referent:innen.

    Des Weiteren präsentieren wir mit Stolz unser neues Repetitorium für Innere Medizin.

    Fortbildung Arzt: Der Unterschied zwischen Fort- und Weiterbildung übersichtlich erklärt

    Während Weiterbildungen curricularen Vorgaben folgen, steht bei unseren medizinischen Fortbildungen der umfassende Überblick über das Fachgebiet im Vordergrund.

    Weiterbildungen zielen darauf ab, eine Idee oder ein Verständnis für ein spezifisches Thema zu vermitteln.

    Dabei ist es uns wichtig klarzustellen: In der Weiterbildung können wir keine allgemeingültigen Anleitungen geben, da die Behandlung oft stark von individuellen Patientensituationen abhängt.

    Interessanterweise ist jede Weiterbildung auch automatisch eine Fortbildung. Erst wird die Anerkennung als Fortbildung und dann als Weiterbildung von der zuständigen Landesärztekammer vergeben. 

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    Fazit: Warum ein Medizin Repetitorium der Schlüssel zum Erfolg ist

    Ein Medizin Repetitorium ist weit mehr als eine reine Lernhilfe. Es bietet sowohl angehenden Medizinern als auch erfahrenen Ärzten eine Plattform, um ihr Wissen zu vertiefen, sich auf realitätsnahe Prüfungssituationen vorzubereiten und die eigene Expertise weiter auszubauen.

    Anne Lindner (Redaktionsteam MD HORIZONTE)

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  • PICS Intensivstation: Darum ist Prävention und Frühmobilisation so wichtig | MD HORIZONTE

    PICS Intensivstation: Darum ist Prävention und Frühmobilisation so wichtig | MD HORIZONTE

    PICS Intensivstation Titelbild


    PICS Intensivstation: Darum ist Prävention und Frühmobilisation so wichtig

    Experteninterview über das Post Intensiv Care Syndrom

    Lange galt das Überleben eines Patienten als Hauptziel und wichtigstes Qualitätsmerkmal intensivmedizinischer Therapie. Doch es wird immer deutlicher, dass viele Überlebende der Intensivbehandlung nicht nahtlos an ihr vorheriges Leben anknüpfen können. Sie leiden sowohl infolge ihrer Erkrankung als auch aufgrund des Aufenthalts auf der Intensivstation unter teils erheblichen Kurz- und Langzeitfolgen. Aufgrund dieser Tatsache wurde sogar eigens eine eigene Bezeichnung eingeführt: Das Post Intensiv Care Syndrom, kurz PICS. Für die behandelnden Fachärzt:innen ist es essenziell, sich mit diesem Syndrom auseinanderzusetzen, um präventive Maßnahmen einzuleiten und damit die Lebensqualität der Betroffenen langfristig zu steigern.

    In diesem Artikel haben wir die Gelegenheit, mit einer absoluten Expertin auf diesem Gebiet, unserer langjährigen Referentin Frau Dr. Karin Steinecke, zu sprechen. Sie teilt ihre wertvollen Erkenntnisse und Erfahrungen zu PICS Medizin und PICS Intensivstation, um gerade den Kolleg:innen, die vor der Facharztprüfung oder der Zulassungsprüfung Intensivmedizin stehen, einen Einblick zu geben.

    In diesem Beitrag lesen Sie:

    1. Post Intensive Care Syndrom (PICS): Eine häufige und alltagsrelevante Komplikation
    2. Häufigkeit, Diagnose und öffentliche Wahrnehmung von PICS
    3. Prävention und Therapie
    4. Bewusstsein schaffen und Nachholbedarf erkennen
    5. PICS und Long-COVID: Ein Zusammenhang?
    6. Weiterführende Informationen rund um PICS Intensivstation

    Wer ist Dr. Karin Steinecke?

    Seit 6,5 Jahren ist Frau Dr. Steinecke an der renommierten Charité in Berlin tätig und arbeitet dort aktuell als Oberärztin in der Klinik für Anästhesiologie mit dem Schwerpunkt operative Intensivmedizin. Zusätzlich leitet sie internationale telemedizinische-intensivmedizinische Projekte und die Ambulanz für post-intensivstationäre Patient:innen.

    Mit über einem Jahrzehnt Erfahrung in der Intensivmedizin bietet sie bei MD HORIZONTE als sehr beliebte Referentin einen Überblick über Themen wie Analgosedierung, Delirprävention und -therapie und natürlich über das Post Intensive Care Syndrom (PICS).

    PICS Intensivmedizin Referentin Dr. Karin Steinecke

    Dr. Karin Steinecke

    Was hat sich in Ihrer täglichen Arbeit mit Patient:innen auf der Intensivstation in den letzten Jahren verändert, das die Themen Prävention und Rehabilitation so wichtig macht?

    Frau Dr. Steinecke: Die größte und grundsätzlich natürlich sehr erfreuliche Veränderung ist, dass immer mehr Menschen eine intensivmedizinische Behandlung überleben. Allerdings überleben viele mit Defiziten. Um diesen Defiziten entgegenzuwirken, müssen wir einerseits unsere Behandlungsansätze anpassen und andererseits natürlich auch die Maßnahmen nach der Behandlung.

    Ein weiterer, allgemein bekannter Aspekt ist der Personalmangel in Kliniken. Dieser macht es schwierig, sich intensiv mit den Patient:innen zu beschäftigen – das betrifft vor allem Maßnahmen wie die Frühmobilisation und Rehabilitation, die idealerweise bereits auf der Station beginnen sollten.

    Post Intensive Care Syndrom (PICS): Eine häufige und alltagsrelevante Komplikation

    Das Post Intensive Care Syndrom stellt eine weitverbreitete und im Alltag für die Betroffenen hoch relevante Folge einer intensivmedizinischen Behandlung dar. Es beeinflusst sowohl die psychische als auch physische Gesundheit und gliedert sich gemäß einer Definition aus 2012 in drei Hauptdomänen: mentale Gesundheit, Kognition und Mobilität.

    Welche Symptome von PICS treten am häufigsten auf? Und welche der Nachwirkungen eines Intensivaufenthaltes empfinden Patient:innen am belastendsten?

    Frau Dr. Steinecke: In der Regel ist es eine Kombination aus zwei oder drei Domänen. Es gibt kaum Patient:innen, die nur an einer leiden. Man kann hier nicht wirklich priorisieren, aber viele Patient:innen berichten von den enormen Herausforderungen, die kognitive Störungen in ihrem Alltag darstellen, beispielsweise Gedächtnis- und Konzentrationsschwierigkeiten, die lange, teilweise lebenslang andauern können.

    PICS Intensivstation: Häufigkeit, Diagnose und öffentliche Wahrnehmung

    Wie oft erleben Sie die Diagnose PICS in Ihrer täglichen Arbeit? Wie viele ehemalige Intensivpatient:innen sind von diesen Langzeitfolgen betroffen?

    Frau Dr. Steinecke: Da ich die Ambulanz für post-intensivstationäre Patient:innen leite, sehe ich häufig PICS-Fälle. Laut einer Studie aus 2018 zeigen 25 % der Patient:innen drei Monate und 20 % 12 Monate nach einer intensivmedizinischen Behandlung Beeinträchtigungen in mindestens zwei PICS-Domänen.

    Hier kann man das genauer nachlesen.

    PICS ist nicht selten, aber wird – leider immer noch – selten beachtet. Sowohl Intensiv-mediziner:innen als auch Hausärzt:innen können es gar nicht richtig einordnen und haben daher keine Chance adäquat darauf zu reagieren.

    Welche Ziele verfolgen Sie als stellvertretende Sektionssprecherin der PICS-Sektion bei der DIVI?

    Frau Dr. Steinecke: Die PICS-Sektion der Divi wurde letztes Jahr im Dezember ins Leben gerufen und wir sind sehr froh, dass wir engagierte Mitglieder sowohl aus Deutschland, aber auch überregional – z. B. aus der Schweiz – gewinnen konnten.

    PICS wird sowohl in der Öffentlichkeit, aber auch im medizinischen Bereich noch viel zu wenig wahrgenommen. PICS braucht aber die öffentliche Wahrnehmung, damit wir das Risiko einer Entstehung so gering wie möglich halten können. Die Sektion ermöglicht es uns, ein breiteres Publikum zu erreichen. Dabei sind Expert:innen an Bord, die Publikationen verfassen, Leitlinien erstellen und Empfehlungen aussprechen können.

    PICS Intensivstation: Prävention und Therapie von PICS

    Wie wichtig ist die Prävention und welche therapeutischen Ansätze gibt es, um PICS entgegenzuwirken bzw. die Patient:innen zu unterstützen?

    Frau Dr. Steinecke: Mittlerweile hat man über 60 Risikofaktoren für PICS identifiziert.

    Zu den Hauptrisikofaktoren gehören u. a.:

    • Die Entwicklung eines Delirs während des Aufenthalts auf der Intensivstation
    • Langzeitbeatmung
    • Analgosedierung
    • eingeschränkte Mobilisation
    • die mangelnde Einbindung der Angehörigen in die Therapie und insgesamt in die Kommunikation.

    Wesentliche präventive Maßnahmen umfassen also eine Frühmobilisation in Form von enger Zusammenarbeit mit den anderen Fachbereichen wie z. B. Physio- und Ergotherapeut:innen; außerdem eben die Delirprävention, Vermeidung von Langzeitsedierung, die regelmäßige Überprüfung der Ziele bei einer Langzeitbeatmung und ggf. eine entsprechende Anpassung und wenn möglich auch Weaning.

    Wir können das Risiko minimieren, aber PICS natürlich nicht verhindern. Es gibt auch Faktoren, auf die wir keinen Einfluss haben wie weibliches Geschlecht, Alter und Vorerkrankungen.


    Welche Fachbereiche sind in den Prozess eingebunden?

    Frau Dr. Steinecke: Eine umfassende Behandlung von PICS erfordert ein interdisziplinäres Netzwerk: Hausärzte, Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten, HNO-Ärzte (wenn es um ehemals tracheotomierte Patient:innen geht) und vor allem auch Psychologen, Psychotherapeuten und Psychiater.

    Immer mehr rückt auch die Kommunikation mit den Rehabilitationsmedizinern in den Vordergrund, um mehr über den Gesundheitszustand nach der intensivmedizinischen Behandlung und während der Rehabilitation zu erfahren und inwieweit es bereits hier Anzeichen für die Ausbildung eines PICS gab.


    PICS Intensivmedizin Rehabilitationsnetzwerk

    Quelle: Präsentation PICS_REHA Dr. Karin Steinecke (Repetitorium Intensivmedizin, MD HORIZONTE)

    PICS Intensivstation: Bewusstsein schaffen und Nachholbedarf erkennen

    Sie hatten es vorhin bereits angesprochen: Das Wissen um PICS hat sich in der Ärzteschaft noch nicht durchgesetzt. Wo sehen Sie hier noch Nachholbedarf?

    Frau Dr. Steiencke: In der Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit, insgesamt in der Information – einschließlich Surveys und Patientenaufklärung auch über die Krankenkassen. Viele der PICS-Intensivstation-Patient:innen halten ihre Defizite nach einer intensivmedizinischen Behandlung für normal, schließlich waren sie ja lange krank. Hier muss das Bewusstsein dafür gestärkt werden, dass auch andere daran leiden und dass es therapierbar ist.

    Welche Ratschläge haben Sie speziell zum Umgang mit PICS für angehende Facharztkolleg:innen? Haben Sie konkrete Tipps, wie dieses Thema im eigenen beruflichen Umfeld eingeführt bzw. umgesetzt werden kann?

    Frau Dr. Steinecke:

    1. Die präventiven Maßnahmen während der Behandlung beachten.
    2. Eine leichte Sedierung bevorzugen und diese so schnell wie möglich reduzieren.
    3. Delirpräventive Maßnahmen durchführen.
    4. Angehörige zulassen.
    5. Den Patienten reorientieren lassen, das heißt Ruhe, Licht und keine Maßnahmen nachts.

    Ist damit zu rechnen, dass die Zahl der betroffenen Intensivpatienten mit PICS in Zukunft zunimmt?

    Frau Dr. Steinecke: Die Mortalität sinkt, da unsere Behandlungen stetig besser werden. Das Risiko, dass wir Patient:innen mit Defiziten „produzieren“, steigt gleichzeitig allerdings an.

    PICS und Post-COVID: Ein Zusammenhang?

    Haben Sie einen Anstieg von PICS-Fällen in Verbindung mit Long-COVID nach der Pandemie bemerkt?

    Frau Dr. Steiencke: Es gibt eine S1-Leitlinie Long/Post-Covid in der PICS als Untergruppe genannt wird. Der Fokus auf Post-Covid wird meiner Meinung nach in den kommenden Jahren nachlassen, da Covid nicht mehr die gleiche Krankheitsschwere aufweist. Es ist jedoch naheliegend, dass ein Patient mit Post-Covid auch PICS haben kann, wenn er lange Zeit auf der Intensivstation verbrachte. Daher wurde PICS als eine Untergruppe des Post-Covid in die Leitlinie aufgenommen.


    Eine Schlüsselkomponente bei PICS ist die Rehabilitation. Wie wichtig ist es, damit frühzeitig zu beginnen? Und erfolgt diese Maßnahme immer stationär?

    Frau Dr. Steinecke: Schlüsselkomponente Nr. 1 ist zuerst die Prävention, also alles, was ich während der Behandlung auf der Intensivstation beeinflussen kann. Die Rehabilitation muss dann greifen, wenn man vorbeugend alles getan hat und der Patient trotzdem Defizite aufweist. Reha muss so früh wie möglich beginnen, bereits auf der Intensivstation, und dann überlappend stattfinden mit den Nachsorge-Einrichtungen bis hin zu einer Ambulanz zur Nachsorge.

    Wichtig in allen Fachbereichen: Der Austausch mit Kolleg:innen

    Den mehrstufigen Prozess der PICS-Diagnostik, die Schlüsselkomponenten der Behandlung sowie die verschiedenen Phasen der Rehabilitation erklären Sie sehr ausführlich in unserem Onlinekurs und vor Ort auf Sylt in unserem Repetitorium Intensivmedizin.

    Wir hätten gerne mehr so wunderbare Referentinnen wie Sie in unserem Team!

    Was motiviert Sie als Referentin zu arbeiten?

    Frau Dr. Steinecke: Es ist wirklich wichtig, mit Fachkolleg:innen ins Gespräch zu kommen. Als Referent:in ist man immer in der Verantwortung, sich ständig mit der aktuellen Literatur auseinanderzusetzen und auf dem neuesten Stand zu bleiben. Aber der zentrale Aspekt ist tatsächlich der Austausch. Es spielt keine Rolle, ob ein Referent von einer Universitätsklinik oder einem kleineren Krankenhaus kommt: Nicht immer ist der eigene Weg der richtige. Und dieser Austausch, besonders mit angehenden Facharztkolleg:innen oder jenen auf dem Weg zur Zusatzbezeichnung Intensivmedizin, ist äußerst wertvoll.

    Es ist auch ratsam, sich immer mal wieder zu überwinden, vor größeren Gruppen von Menschen zu sprechen. Diese Fähigkeit ist in vielen anderen Situationen – ob in Prüfungs- oder Trainingssituationen – hilfreich. Als Referent:in ist das eine großartige Gelegenheit, sich in einem kollegialen Umfeld mit Gleichgesinnten zu treffen und auszutauschen.

    Weiterführende Informationen rund um PICS Intensivstation

    Können Sie Fachliteratur oder andere Quellen empfehlen, wenn sich jemand tiefer mit PICS Medizin beschäftigen möchte?

    Frau Dr. Steinecke: Ja, es gibt ein Buch der ESICM (European Society of Intensive Care Medicine) über PICS Medizin. Die aktuelle Ausgabe ist von 2020.

    Die Online-Literaturrecherche ist hier jedoch oftmals das einfachste, da Bücher nur einen Moment erfassen. Es gibt dieses Jahr viele neue Publikationen im Bereich PICS mit interessanten Grundlagen und Untersuchungen. Unter dem Stichwort PICS gibt es online viel zu finden.

    Anne Lindner (Redaktionsteam MD HORIZONTE)

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    Wir verkaufen keine CME Punkte. Wir verkaufen Ärztefortbildung. | MD HORIZONTE

    Ärztefortbildung Entstehungsgeschichte MD Horizonte


    Wir verkaufen keine CME Punkte. Wir verkaufen Ärztefortbildung.

    Ein Blick hinter die Kulissen von MD HORIZONTE

    Wer steckt eigentlich hinter MD HORIZONTE? Und was verbinden wir mit erfolgreicher Ärztefortbildung? Diese Fragen haben wir unserem Gründer und Geschäftsführer höchstpersönlich im Interview gestellt und lassen ihn in diesem Blogartikel ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern.

    MD steht für Matthias Demuth. Wer könnte uns also besser einen Blick hinter die Kulissen gewähren und etwas zur Entstehungsgeschichte und über unsere Mission – die Revolutionierung der Fort- und Weiterbildung für Ärztinnen und Ärzte – erzählen.

    In diesem Beitrag lesen Sie:

    1. Der ungewöhnliche Weg zur Gründung von MD HORIZONTE
    2. Warum vielseitige Erfahrungen ein großer Vorteil sind
    3. Die Herausforderungen auf dem Weg zur CME zertifizierten Fortbildung
    4. Ärztefortbildung, die wirklich einen Unterschied macht
    5. Das machen wir anders in der Ärztefortbildung
    6. Die Zukunft von MD HORIZONTE


    Der ungewöhnliche Weg zur Gründung von MD HORIZONTE

    Der Weg zur Gründung von MD HORIZONTE war ja durchaus etwas ungewöhnlich … Erzähle uns etwas zur Entstehungsgeschichte.

    MD: Um diese Frage zu beantworten, muss ich auf meinen etwas kurvigen Lebenslauf eingehen, denn die Geschichte von MD HORIZONTE ist natürlich eng mit meiner persönlichen Geschichte verknüpft.

    Oft werde ich in unseren Seminaren – gerade von den ausländischen Teilnehmenden – als Dr. Demuth angesprochen, und eine Frage, die ich häufig gestellt bekomme, lautet: „Haben Sie Medizin studiert?“. Tatsächlich habe ich zehn Semester Medizin studiert, bevor ich mich dazu entschied, die Richtung zu wechseln und Lehramt mit Schwerpunkt auf Pädagogik, Germanistik und Biologie zu studieren.

    Mit diesem nicht abgeschlossenen Langzeitstudium war es irgendwann an der Zeit für den Einstieg ins Berufsleben und ich machte eine Ausbildung zum Physiotherapeuten. Damit hatte ich auf Umwegen meinen absoluten Traumberuf gefunden, der einerseits nah an der Medizin dran war und bei dem ich gleichzeitig meine Leidenschaft für Sport integrieren konnte.

    Doch leider zwang mich ein Arbeitsunfall, diesen Beruf wieder aufzugeben. Mit Anfang 40 stand ich an einem Wendepunkt und musste noch einmal ganz von vorne anfangen. Ich entschied mich für eine Ausbildung zum Kaufmann für Gesundheitswesen in einer Firma, die medizinische Weiterbildungen und Fortbildungen für Ärzte anbot. Während meiner Zeit als Geschäftsführer dieser Firma stellte ich jedoch fest, dass meine Werte und die meines Arbeitgebers nicht übereinstimmten.

    Das führte schließlich zur Gründung von MD HORIZONTE im Jahr 2007. Ein Jahr später begannen wir mit unseren ersten Seminaren.

    Warum vielseitige Erfahrungen ein großer Vorteil sind

    Wie haben Dir Deine Erfahrungen bei der Firmengründung geholfen?

    MD: Mein großer Vorteil: Ich hatte nicht nur kaufmännische Kenntnisse und Erfahrung in der Führung einer Firma, sondern auch den medizinischen Hintergrund, um das Programm für die Seminare selbst zu erstellen. Das ermöglicht es mir bis heute, in Zusammenarbeit, aber unabhängig von der wissenschaftlichen Leitung, Programme und Themen für die Seminare eigenständig auszuarbeiten. Jemand, der die medizinischen Fachbegriffe nicht kennt, kann das nicht leisten.

    Mit welchen Kursen und Seminaren ging es los? War das Programm von Anfang an so breit aufgestellt?

    MD: Als wir mit MD HORIZONTE anfingen, war unser Angebot an medizinischen Weiterbildungen nicht so breit gefächert wie heute. Unser Schwerpunkt lag zunächst auf der Notfallmedizin. Leider behandeln wir dieses Thema heute nicht mehr, da das dafür benötigte Equipment zu teuer wurde. Das zweite Thema war Anästhesie.

    Durch Kontakte der wissenschaftlichen Leitung der Anästhesie kamen wir zur Schmerztherapie, die dann als nächstes folgte. Ungefähr zur gleichen Zeit lernte ich Professor Frank Elsner kennen, eine Koryphäe in der Palliativmedizin und bis heute unser wissenschaftlicher Leiter in diesem Bereich.

    Gemeinsam mit ihm und Lukas Radbruch, dem damaligen Präsidenten der deutschen und europäischen Gesellschaft für Palliativmedizin, starteten wir die Weiterbildung Palliativmedizin. So kam eins zum anderen. Unser Schwerpunkt lag zu Beginn absolut im Bereich der AINS (Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie), die eng mit der Palliativmedizin verbunden ist.

    Ein Schlüsselfaktor für unseren Erfolg war von Anfang an das Netzwerken. Es war und ist wichtig, gute Kontakte zu pflegen und ständig neue zu knüpfen.

    Die Herausforderungen auf dem Weg zur CME zertifizierten Fortbildung

    Welche Schwierigkeiten und Herausforderungen gab es?

    MD: Wie bei jeder Unternehmensgründung gab es auch bei MD HORIZONTE Herausforderungen. Eine davon war die Technik. Ich hatte viel Wissen, aber wenig Ahnung von IT und Website-Entwicklung. Ich musste mich auf andere verlassen, und das lief nicht immer optimal. Am Ende kostete uns das viel Zeit, bis wir überhaupt am Markt sichtbar wurden.

    Eine weitere Herausforderung war insgesamt die Einstellung zur medizinischen Weiterbildung. Die Fort- und Weiterbildung war schon immer Sache der Ärztekammer, und in den Anfangsjahren von MD HORIZONTE war das lebenslange Lernen für Ärztinnen und Ärzte noch nicht so präsent und wichtig. Viele Ärzt:innen sahen nach ihrem langen Studium nicht unbedingt die Notwendigkeit, sich regelmäßig weiterzubilden. Erst als die Politik die Fort- und Weiterbildung verpflichtend machte und die CME-Punkte einführte, änderte sich das. Aber auch dann war für viele die Weiterbildung eher eine Pflicht als eine Chance zur Verbesserung ihrer Fähigkeiten.

    Ärztefortbildung, die wirklich einen Unterschied macht

    Kein Wunder, dass da die Motivation nicht besonders hoch war. Was wolltest Du verändern? Was ist Deine Mission, wie es in Unternehmersprache so schön heißt?

    MD: In den Anfangsjahren kamen bei unseren Seminaren auf Sylt immer wieder Teilnehmer:innen in Badelatschen und mit dem Handtuch über der Schulter zu unseren Veranstaltungen, die nur nach den Teilnahmelisten fragten, um zu unterschreiben und damit nachzuweisen, dass sie an der Veranstaltung teilgenommen haben. Das war lange Zeit üblich und das wollte ich bei meinen Seminaren auf keinen Fall.

    Ich sehe keinen Sinn darin, wenn Ärzte sich den Aufenthalt auf Sylt von den Kliniken bezahlen lassen und die eigentliche Ärztefortbildung als Urlaub nutzen. Wir hatten von Anfang an ein großartiges Referent:innen-Team, das wirklich etwas zu sagen hat. Aber was haben wir davon, wenn sie keine Chance haben, ihr Wissen zu vermitteln, wenn niemand zuhört, sondern am Strand liegt?

    Ich verkaufe keine CME-Punkte, sondern ich verkaufe Ärztefortbildung. Mit der Zeit hat sich das herumgesprochen und brachte mir den Spitznamen „Oberlehrer Demuth“ ein. Heute kommen nur noch Teilnehmer:innen zu uns, die wirklich etwas lernen wollen. Nicht die, die Urlaub machen wollen. Andere Veranstalter mögen das lockerer sehen als wir und sehen sich selbst nur in der Rolle des Organisators. Für uns sind das unsere Veranstaltungen, unsere Referent:innen und unser Produkt, hinter dem wir zu 100 Prozent stehen. Daher gibt es diese Vorgehensweise bei uns nicht.

    Meilensteine in der Ärztefortbildung

    Das machen wir anders in der Ärztefortbildung

    In den Evaluationen kann man oft lesen: „Herr Demuth, ich wusste gar nicht, dass Fortbildung auch Spaß machen kann.“  Was macht MD HORIZONTE bei der Weiterbildung für Ärzt:innen anders als die anderen Veranstalter?

    MD: In der Vergangenheit waren die medizinischen Fort- und Weiterbildungen größtenteils Frontalveranstaltungen. Wenn Sie sich jetzt vorstellen, dass zum Beispiel in unserer Speziellen Schmerztherapie 80 Unterrichtseinheiten in einer Woche eingeplant sind … da kann doch kein Mensch zuhören!

    Da kam mir mein Pädagogik-Studium zugute und ich entwickelte einen neuen Ansatz. In der Palliativmedizin setzen wir als einziger Veranstalter schon immer auf Kleingruppenarbeit. Dieses Modell habe ich auf die Schmerztherapie übertragen, die Anzahl der Frontalreferate reduziert und interaktive Wissensvermittlung in Kleingruppen eingeführt.

    Es war ein langer Weg, bis die Bundesärztekammer diese neue Form der Wissensvermittlung in Kleingruppenarbeit anerkannte oder zumindest tolerierte. Es hat viel Diskussionen und insgesamt zwei Jahre gedauert, aber letztendlich haben wir wirklich etwas revolutioniert. Bis heute halten erstaunlicherweise – oder erschreckenderweise – viele Veranstalter am veralteten Format des Frontalunterrichts fest.

    Unser Konzept baut auf dieser interaktiven Wissensvermittlung auf und das hat es am Anfang nicht leicht gemacht, Referent:innen zu finden, die das mit umsetzen. Wir mussten viele Referent:innen der alten Schule austauschen, die nicht in der Lage waren, Kleingruppenarbeit anzubieten. Natürlich ist es immer leichter selbst zu reden, als den Anderen zuzuhören und sich in die Rolle des Moderators zurückzuziehen.

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    Qualität steht an erster Stelle

    Wie hält MD HORIZONTE diesen Standard in der medizinischen Fort- und Weiterbildung durchgehend so hoch?

    MD: Bei MD HORIZONTE legen wir großen Wert auf Qualität. Ich bin ausgebildeter und zertifizierter Qualitätsmanager und wir evaluieren im Team ständig nach dem PDCA-Zyklus (Plan Do Act Check). Wir hinterfragen immer, was wir tun, um uns zu verbessern.

    Wenn es mit einem der Referent:innen nicht passt, sprechen wir mit ihm oder ihr. Und natürlich kann es auch passieren, dass wir uns entscheiden müssen, dass jemand nicht mehr dabei ist. Die Produktqualität steht über allem anderen.

    Als Veranstalter nehme ich für mich in Anspruch, alle einzelnen Referent:innen darauf hinzuweisen, wenn etwas nicht funktioniert hat. Wir sind stolz auf unsere Ärztefortbildung und wollen sicherstellen, dass sie den höchsten Standards entspricht.

    Auf Grundlage eines Kernteams entwickeln sich so alle Veranstaltungen personell ständig weiter.

    Aus diesem Grund sind wir ständig auf der Suche nach neuen Referent:innen, wobei wir uns bemühen, den Frauenanteil kontinuierlich zu steigern. Auch Neu-Einsteiger sind uns herzlich willkommen.

    Wann kamen die Online-Kurse für Ärzte dazu? War das eine Reaktion auf die Pandemie?

    MD: Wir – und damit meine ich vor allem unsere Geschäftsführerin Juliane von Holdt – haben an dem Thema „Digitale Wissensvermittlung“ bereits vorher gearbeitet, aber Corona hat die Umsetzung natürlich beschleunigt. 2019, vor der Pandemie, hatten wir durch die großartige Unterstützung unseres Teams der Gynäkologie unser bestes Geschäftsjahr. Wir waren gut gebucht und mit den Präsenzveranstaltungen sehr beschäftigt. Dann kam die Pandemie, und wir mussten sehr schnell alle digitalen Inhalte implementieren. Wenn man als Seminarveranstalter im Lockdown kein alternatives Angebot hatte, war man weg vom Fenster.

    Innerhalb von vier Wochen durch die großartige Unterstützung unseres Teams der Gynäkologie unseren ersten kompletten Online-Kurs erstellt. Bei den anderen Fachbereichen war das nicht ganz so leicht, aber unser gutes Netzwerk hat sich hier wieder ausgezahlt.

    Für den Fachbereich Anästhesie und Intensivmedizin konnten wir mit Professor Jörg Weimann eine neue wissenschaftliche Leitung gewinnen. Mit seiner Unterstützung haben wir für diese beiden Bereiche komplett neue Referent:innen-Teams aufgestellt.
    So konnten wir in einer Zeit größter Unsicherheit durch den Einsatz aller technisch möglichen digitalen Formate fast alle unserer Veranstaltungen durchführen.
    Gerade auch bei den sehr interaktiven Seminaren hat sich gezeigt, dass auch in einer Video-Konferenz menschliche Nähe möglich ist (die Teilnehmer:innen haben z. B. darum gebeten, das Meeting noch laufen zu lassen, weil man anschließend noch auf ein „Glas Wein“ zusammenbleiben wolle).
    Diese Mischform aus Präsenz und Online haben wir in dieser Zeit perfektioniert. Heute planen wir erst Online-Kurse für Ärzte und darauf baut dann die Präsenzveranstaltung auf.

    Die Zukunft von MD HORIZONTE

    Werfen wir einen Blick in die Zukunft: Wo siehst Du MD HORIZONTE in den nächsten
    5 bis 10 Jahren?

    MD: In den nächsten 5 bis 10 Jahren sehe ich die Entwicklung von MD HORIZONTE hin zu einer Art „Netflix für Mediziner:innen“. Wir haben weltweit anerkannte Expert:innen mit so viel Wissen, dass es fast grob fahrlässig wäre, sie nur mal einen Tag als Referent:innen in einem Seminar einzusetzen.

    Wir wollen dieses Wissen heben, doch uns ist auch klar, dass unsere Teilnehmenden nicht immer eine ganze Woche für einen Komplettkurs auf Sylt kommen wollen oder können, sondern Infos zu einzelnen Themen oder Antworten auf ganz individuelle Fragen benötigen. Daher wollen wir die Inhalte häppchenweise aufbereiten und eine Community schaffen, der wir dieses Wissen leicht zugänglich machen können.

    Auf lange Sicht gesehen funktioniert das natürlich auch international. Wir planen im ersten Schritt, unsere Prüfungsvorbereitungskurse Anästhesie, Intensivmedizin und Gynäkologie auf europäisches Niveau zu heben und den europäischen Markt sowie andere Sprachregionen zu erschließen, indem wir die Inhalte zeitnah auch in anderen Sprachen zur Verfügung stellen. Unser „Netflix für Mediziner:innen“ wird dann auf lange Sicht folgen.


    Anne Lindner (Redaktionsteam MD Horizonte)

  • So wählen Sie die optimale medizinische Fortbildung aus | MD Horizonte

    So wählen Sie die optimale medizinische Fortbildung aus | MD Horizonte

    Titelbild medizinische Fortbildung - Ein Wegweiser durch unsere Lernformate


    So wählen Sie die optimale medizinische
    Fortbildung aus | MD Horizonte

    Ein Wegweiser durch unsere Lernformate

    „Ich bin hier, weil ich dann gezwungen bin, mitzumachen.“: Das war die Antwort eines Teilnehmers auf unsere Nachfrage, warum er sich für die Präsenzveranstaltung auf Sylt entschieden hat, statt einen Onlinekurs zu buchen. Dieser Aspekt der „Verpflichtung“ bei der Auswahl einer passenden medizinischen Fortbildung war uns selbst als Vorteil bisher gar nicht so bewusst.

    Dafür viele andere! Jedes Lernformat hat seine Stärken und Schwächen und dient unterschiedlichen Bedürfnissen. Damit Sie herausfinden, welches Format das richtige für Sie ist, haben wir in diesem Blogartikel als Entscheidungshilfe die Vor- und Nachteile der verschiedenen Lernformate für unsere medizinischen Weiterbildungen zusammengefasst.

    In diesem Beitrag lesen Sie:

    1. Präsenzveranstaltung: intensives Lernen und persönlicher Austausch
    2. Livestream: virtuell und doch dabei
    3. Online-Kurse: Flexibilität und individuelles Lernen in der medizinischen Weiterbildung
    4. Die Wahl des richtigen Online-Kurses: Mit oder ohne CME-Punkte
    5. Formatunabhängige Inhalte: Verschiedene Formate – gleiche Qualität
    6. Ausblick: Neuerungen bei unserer medizinischen Fortbildung


    Präsenzveranstaltung: intensives Lernen und persönlicher Austausch

    Vorteile

    Die Präsenzveranstaltung ist eine intensive Art der medizinischen Fortbildung, die Sie dazu zwingt, sich eine Woche lang mit einem Thema auseinanderzusetzen. In dieser Zeit erhalten Sie komprimiert alle Inhalte, die für die Facharztprüfung relevant sind. So können Sie herausfinden, in welchen Bereichen Sie bereits sattelfest sind und wo Sie noch Nachholbedarf haben.

    Wenn Sie die Veranstaltung gebucht und sich auf den Weg nach Sylt gemacht haben, sind Sie vor Ort und hören sich selbstverständlich alles an. Sie sind fernab von den alltäglichen Ablenkungen zu Hause und können sich voll und ganz auf die Vorbereitung Ihrer Facharztprüfung konzentrieren und auf das fokussieren, was vor Ort angeboten wird.

    Darüber hinaus bietet die Präsenzveranstaltung die Möglichkeit des persönlichen Austausches. Sie können in den Pausen mit Ihren Kolleg:innen diskutieren und vor Ort Ihre Fragen an die Referent:innen stellen.

    Nachteile

    Allerdings hat die Präsenzveranstaltung auch Nachteile. Wenn Sie unerwartet krank werden oder sich an einem Tag nicht mehr aufnahmefähig fühlen, dann geht der Vortrag verloren. Es gibt keine Möglichkeit, später darauf zurückzugreifen.

    Außerdem haben Sie nach der Veranstaltung keinen Zugriff auf die Inhalte und müssen sich Notizen machen und mitschreiben. Das gilt vor allem dann, wenn Sie auf ein Thema stoßen, das Sie später noch einmal nachlesen wollen oder nachlernen müssen. Jedoch haben Sie als Teilnehmer:in Zugriff auf die PDF-Dateien der PowerPoint-Folien, die eine nützliche Ergänzung zur Nachbereitung bieten.

    Livestream: virtuell und doch dabei

    Beim Live-Stream verfolgen Sie das Geschehen bei unseren Präsenzveranstaltungen auf Ihrem Computer, Tablet oder Smartphone in Echtzeit – fast so, als wären Sie vor Ort.

    Vorteile

    So bietet der Livestream viele der Vorteile einer Präsenz-veranstaltung, aber mit zusätzlichen Annehmlichkeiten: Sie können den Referent:innen genauso live Ihre Fragen stellen und müssen sich während der Übertragung aktiv mit den Inhalten auseinander-setzen. Allerdings bequem von zu Hause aus, auf Ihrem Lieblingssessel und mit einer Tasse Ihres Lieblingstees. Der größte Vorteil ist jedoch, dass Sie keine Reisekosten haben und sich nicht um eine Unterkunft kümmern müssen. Auch die Kinderbetreuung kann es erleichtern, wenn Sie nicht komplett weg sind.

    Referenz für unsere medizinische Fortbildung

    Nachteile

    Trotz der vielen Vorteile hat ein Livestream auch einige Nachteile. Einer davon ist der fehlende persönliche Austausch mit Kolleg:innen und die fehlende Möglichkeit, an den angebotenen Themenvertiefungen in Form von Workshops und an der Kleingruppenarbeit teilzunehmen.

    Da Sie nicht außerhalb der Vorträge anwesend sind, verpassen Sie möglicherweise die Chance auf spontane Gespräche und Netzwerkmöglichkeiten, die sich bei Präsenzveranstaltungen oft ergeben.

    Und seien wir mal ehrlich, so gemütlich Ihr Lieblingssessel auch sein mag, mit dem Strand von Sylt kann er nicht mithalten …

    Online-Kurse: Flexibilität und individuelles Lernen in der medizinischen Weiterbildung

    Vorteile

    Die Teilnahmen an einem unserer Online-Kurse im Bereich der medizinischen Fortbildung bietet Ihnen einen flexiblen Zugang zu den Kursmaterialien über einen Zeitraum von sechs Monaten. Im Gegensatz zu den Live-Veranstaltungen haben Sie bei Online-Kursen die Möglichkeit, die Inhalte jederzeit und in Ihrem eigenen Tempo zu durchlaufen.

    Insbesondere für Teilnehmer:innen, für die Deutsch nicht die Muttersprache ist oder die in den behandelten Bereichen noch nicht so vertraut sind, bietet ein Online-Kurs die Möglichkeit, die Inhalte mehrmals zu wiederholen. Sie können das Video anhalten, um Wörter zu übersetzen oder bestimmte Begriffe und Themen nachzulesen. Theoretisch könnten Sie den gesamten Kurs im Laufe der sechs Monate mehrmals durcharbeiten. So haben Sie genügend Zeit, sich intensiv mit den Themen zu beschäftigen, die für Ihre Facharztprüfung besonders relevant sind oder bei denen Sie auch nach der Facharztausbildung Defizite feststellen.

    Unser Tipp: Video anhalten ‒ nacharbeiten ‒ Video nochmals anschauen: So lange, bis alles verstanden wurde.

    Nachteile

    Bei einem Online-Kurs besteht jedoch auch die Gefahr der Prokrastination. Mit einem Zugang von sechs Monaten könnte man leicht Ausreden finden und das Lernen aufschieben… und zack, ist der Zeitraum um und der Zugriff gesperrt.

    Ein weiterer Nachteil ist, dass im Onlinekurs die Themenvertiefungen nicht abgebildet werden können. Bei Präsenzveranstaltungen haben Sie die Möglichkeit, das sogenannte „kollegiale Fachgespräch“ als eine simulierte Prüfungssituation zu erleben. Es geht dabei weniger um das Bestehen einer Prüfung, sondern vielmehr darum, die Prüfungsatmosphäre am eigenen Leib zu spüren.

    Außerdem gehen wir in den Workshops vor Ort auf Themen ein, zu denen bei vergangenen medizinischen Fort- und Weiterbildungen oft Fragen entstanden sind. In Kleingruppen können Sie diese spezifischen Fragen direkt mit den Referent:innen diskutieren. Solche tiefergehenden Diskussionen sind in Online-Kursen natürlich nicht möglich. 

    Die Wahl des richtigen Online-Kurses: Mit oder ohne CME-Punkte

    Für medizinische Fortbildungen bieten wir Online-Kurse sowohl mit als auch ohne CME-Punkte an. Aber was bedeutet das genau, wie unterscheiden sich diese beiden Formate und wofür sollten Sie sich in welcher Situation entscheiden?

    Online-Kurse mit CME-Punkte

    Hintergrund: Um CME-Punkte zu vergeben, müssen nach Vorgabe der zertifizierenden Ärztekammer Lernstandsfragen beantwortet werden. Das hat zur Folge, dass die Videos in den Online-Kursen in einer bestimmten Reihenfolge abgearbeitet werden müssen.

    1. Schritt: Anschauen des Videos
    2. Schritt: Beantworten der Fragen

    Beim ersten Mal ist es nicht möglich, Teile des Kurses zu überspringen. Erst, wenn Sie einmal alle Videos angesehen und die Fragen korrekt beantwortet haben, können Sie anschließend alle Videos in beliebiger Reihenfolge so oft anschauen, wie Sie mögen.

    ➡️ Die ärztliche Fortbildungspflicht besteht erst, wenn die Facharztausbildung abgeschlossen ist. Daher ist für alle, die sich gerade auf die Facharztprüfung vorbereiten, unser nächstes Angebot das richtige Format:

    Online-Kurse ohne CME-Punkte

    Wenn Sie (noch) auf die Fortbildungspunkte verzichten können, empfehlen wir Ihnen den Kurs ohne CME Punkte. Dann können Sie den Kurs nach Ihren Vorstellungen gestalten:

    Kommt ein Thema vor, das Sie bereits gut kennen oder das Sie nicht besonders interessiert, müssen Sie das zugehörige Video nicht ansehen und die Lernstandsfragen nicht beantworten.

    Sollte es ein Thema geben, das Sie noch nicht beherrschen, können Sie an dieser Stelle eine Pause einlegen und an anderer Stelle weiterarbeiten, um sich später in Ruhe noch einmal mit der „Baustelle“ zu beschäftigen. Selbstverständlich stehen die Lernstandsfragen auch in diesem Format zur Selbstkontrolle zur Verfügung. Sie können sie freiwillig beantworten, sind jedoch nicht dazu verpflichtet, um im Kurs weiterzukommen.

    Die ärztliche Fortbildungspflicht ist gesetzlich festgelegt und im § 95d SGB V geregelt. Wie viele Fortbildungspunkte Sie in welchem Zeitraum sammeln müssen und was passiert, wenn Sie die festgelegten Fristen überschreiten, haben wir in einem separaten Blogartikel für Sie zusammengefasst.

    Bitte beachten Sie: Sie müssen sich vorab für ein Format entscheiden. Ein Wechsel während des Kurses ist technisch nicht möglich.

    Daher sollten Sie bei der Auswahl des richtigen Formats bedenken, ob Sie die CME-Punkte gerade tatsächlich benötigen. Lesen Sie bitte die Produktbeschreibung des gewünschten Kurses sorgfältig durch, um die richtige Auswahl zu treffen. Bei Fragen können Sie sich gerne an uns wenden und wir beraten Sie, welches das richtige Format für Ihre medizinische Fortbildung ist.

    Bitte beachten Sie: Für den Online-Kurs können wir auf Anfrage eine Rechnung für den Arbeitgeber ausstellen. Bitte setzen Sie sich dafür VOR dem Kauf des Kurses per E-Mail mit uns in Verbindung.

    Übersichtsgrafik für unsere medizinische Fortbildung

    Formatunabhängige Inhalte: Verschiedene Formate – gleiche Qualität

    Unabhängig von dem gewählten Format, ob Präsenzveranstaltung oder Online-Kurs, sind die Inhalte unserer medizinischen Fortbildungen identisch. Die Vorträge, die Sie im Online-Kurs hören, geben die gleichen Inhalte wieder, die auch im Congress Centrum Sylt von unseren Referent:innen gehalten werden.

    Wir zeichnen allerdings alle Videos separat und speziell für unsere Online-Kurse auf. Es handelt sich dabei nicht einfach um die mitgefilmten Mitschnitte der Präsenzveranstaltung, wie es bei vielen anderen Anbietern der Fall ist. Denn bei uns ist der Online-Kurs keine Zweitvermarktung der Live-Vorträge.

    Sollte es vorkommen, dass bei einem Referat auf Sylt ein besonders aktuelles Thema behandelt wurde und wir noch nicht dazu gekommen sind, diesen Vortrag neu aufzuzeichnen, so nutzen wir vorübergehend den Mitschnitt aus der Präsenzveranstaltung und stellen Ihnen diesen unterhalb des normalen Referats zur Verfügung. Auf diese Weise garantieren wir, dass der Online-Kurs stets aktuell ist und dem Stand der Präsenzveranstaltung entspricht.

    Über unseren Newsletter bekommen Sie alle Infos und Termine,
    sowie den Start zur Anmeldung für die Seminare direkt in Ihr Postfach.

    Tragen Sie sich HIER ein:

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    Sie erhalten ca. 2x/Monat aktuelle Informationen.

    Ausblick: Neuerungen bei unserer medizinischen Fortbildung

    In unserem Repetitorium Anästhesie planen wir, das Niveau der Kurse weiter anzuheben. Es gibt European Guidelines – also europäische Richtlinien – die laut unserer wissenschaftlichen Leitung deutlich über den in Deutschland gestellten Anforderungen liegen.

    Bereits bei unserer nächsten Präsenzveranstaltung in 2024, und somit auch beim nächsten Onlinekurs, werden wir daher das Niveau unserer Kurse anpassen. Dies gibt Ihnen die Sicherheit, dass Sie nach Ihrer Teilnahme an unserer medizinischen Fortbildung optimal auf die Facharztprüfung vorbereitet sind.

    Anne Lindner (Redaktionsteam MD Horizonte)

  • Wir suchen Sie als Oberärztin oder Chefärztin! | MD Horizonte

    Wir suchen Sie als Oberärztin oder Chefärztin! | MD Horizonte

    Frauenanteil in der Medizin, Oberärztin


    Wir suchen Sie als Oberärztin oder Chefärztin! | MD Horizonte

    Frauen mit Expertise und Vortragserfahrung: Wo seid Ihr?

    „Die Frauen sind mittlerweile in der Überzahl“, stellt unsere Geschäftsführerin Juliane von Holdt fest und meint damit die Frauenquote in den Reihen unserer Seminarteilnehmenden. „Die Verteilung liegt bei etwa 70 zu 30 Prozent. Und gleichzeitig fehlen die Frauen auf der Bühne.“. Aber woher kommt es, dass Vortragsveranstaltungen und vor allem medizinische Fortbildungen von einer auffälligen Abwesenheit von Referentinnen geprägt sind? Grund genug, dass wir von MD Horizonte uns Gedanken machen, was Sie als Oberärztin oder Chefärztin von Ihrer Rolle als Wissensvermittlerin abhalten könnte.

    „Es ist längst an der Zeit, dem Patriarchat und den alten, weisen Männern die Stirn zu bieten“, findet auch der männliche Part unserer Geschäftsleitung, Matthias Demuth. „Von unseren Teilnehmerinnen erhalten wir deutliches Feedback, dass sie mehr Beiträge von weiblichen Vortragenden sehen möchten.“

    Also, worauf warten Sie noch?

    Mit diesem Blogartikel wollen wir Sie, liebe Ärztinnen, ermutigen, sich als Referentin für medizinische Weiterbildungen zu engagieren. Wir sind überzeugt, dass Frauen in der medizinischen Lehre viel zu bieten haben und sich aktiv für Führungspositionen einsetzen sollten.

    Nutzen Sie Ihre Expertise und Erfahrung als Oberärztin oder Chefärztin, um Ihre Kolleginnen und die nächste Generation von Medizinerinnen und Medizinern zu inspirieren!

    In diesem Beitrag lesen Sie:

    1. Die Medizin wird weiblich: Zahlen, Daten, Fakten
    2. Herausforderungen für Frauen in Führungspositionen
    3. So werden Sie Oberärztin oder Chefärztin – 5 wichtige Tipps
    4. Wir suchen Sie!
    5. Warum finden sich so schwer weibliche Referentinnen?
    6. Das erwartet Sie als Referentin bei MD Horizonte


    Wie viele Frauen entscheiden sich heute für eine ärztliche Laufbahn?

    Beginnen wir mit einem kurzen Exkurs in die Vergangenheit:

    Die Geschichte der Frauen in der Medizin war eine lange und oft schwierige Reise. Vor etwa 270 Jahren ging Dorothea Christiane Erxleben als erste promovierte deutsche Ärztin in die Geschichte ein. Sie war eine Pionierin des Frauenstudiums im deutschen Sprachraum und durfte 1754 unter Sonderbedingungen in Halle ihre Promotion ablegen. Damals war es für Frauen fast unmöglich, einen Doktortitel zu erlangen oder überhaupt an einer deutschen Universität zu studieren.

    Seitdem hat es viele positive Entwicklungen gegeben: Heute sind Frauen als Ärztinnen auf allen Gebieten der Medizin tätig und unverzichtbar.

    Und immer mehr talentierte, motivierte und bestens ausgebildete Frauen streben in das Gesundheitswesen. Zwei Drittel der Studienanfänger im Fach Medizin sind mittlerweile Frauen, wie eine Studie des Statistischen Bundesamtes belegt:

    Statistik Studierende in der Medizin, Oberärztin, Chefärztin

    Medical Women On Top Update 2022: Frauen in Führungspositionen

    Obwohl die Frauenquote in der Medizin insgesamt steigt, stagniert sie bei Ärztinnen in Führung weiterhin. Die Diskrepanz zwischen dem Studentinnen-Anteil und dem Professorinnen-Anteil ist in der Medizin größer als in jeder anderen Fächergruppe.

    Eine mögliche Erklärung dafür ist der lange Qualifizierungsweg, den eine wissenschaftliche Laufbahn erfordert. Bei der Facharztprüfung ist frau etwa Mitte 30 und die biologische Uhr tickt immer lauter. Hinzu kommen anschließend die Herausforderungen, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren.

    Die Dokumentation „Medical Women On Top Update 2022“ des Deutschen Ärztinnenbundes e.V. (DÄB) verdeutlicht den unverändert geringen Anteil von Frauen in medizinischen Führungspositionen. In den vergangenen Jahren hat sich der Anteil von Frauen in den Klinikleitungen der deutschen Universitäten nicht erhöht und liegt auch Stand 2022 weiterhin bei 13 Prozent.

    Die Erhebung fand nach 2016 und 2019 zum dritten Mal statt und dokumentiert den Frauenanteil unter anderem als Direktorin in 14 wichtigen klinischen Fächern an 36 von 38 medizinischen Fakultäten staatlicher Universitäten in Deutschland. 

    Frauenanteil Führungspositionen in der Medizin, Oberärztin, Chefärztin

    Trotzdem zeigt sich ein positiver Trend: Insgesamt steigt der Anteil an Oberärztinnen, insbesondere in der Gynäkologie sind vermehrt Oberärztinnen und Professorinnen vertreten.

    Die vollständige Dokumentation finden Sie hier: MWoT2022_Web.pdf (aerztinnenbund.de)

    Weiterführende Informationen zum Nachlesen, Hören und Sehen:

    Deutscher Ärztinnenbund e.V.: Frauen in Führungspositionen (aerztinnenbund.de)

    Welche spezifischen Herausforderungen und Barrieren begegnen Frauen in der Medizin auf dem Weg zu Führungspositionen?

    Die (Hochschul-)Medizin ist stark von traditionellen Geschlechterbildern geprägt. Dabei wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie häufig als ein Problem für Mütter und weniger als eine Herausforderung für Väter betrachtet.

    Ungeachtet ihrer Karriereambitionen wird Ärztinnen in der Weiterbildung oft unterstellt, dass sie in Zukunft primär für die Familie da sein möchten. Aufgrund dieser Annahme werden sie vielfach von gezielten Karriereförderungen ausgeschlossen. Frauen, die den Wunsch haben, Professorin, Oberärztin oder Chefärztin zu werden, müssen daher ihr Karriereziel klar formulieren, um ihre Ambitionen und Fähigkeiten deutlich zu machen.

    So werden Sie Ärztin mit Führungsverantwortung:

    1. Facharztausbildung zügig absolvieren: Versuchen Sie, Ihre Facharztausbildung möglichst ohne Verzögerungen abzuschließen, um frühzeitig wertvolle Erfahrungen und Qualifikationen für Führungspositionen als (leitende) Oberärztin oder Chefärztin zu sammeln.
    2. Selbstbewusstsein zeigen und Selbstkritik im Zaum halten: Stehen Sie zu Ihren Fähigkeiten und Erfolgen, und lassen Sie sich nicht von übermäßiger Selbstkritik zurückhalten. Glauben Sie an Ihre Kompetenzen und setzen Sie diese selbstbewusst ein.
    3. Familienfreundlichkeit des Arbeitgebers prüfen: Achten Sie darauf, ob Ihr potenzieller Arbeitgeber tatsächlich familienfreundlich ist, um eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu gewährleisten. Dies kann beispielsweise flexible Arbeitszeitmodelle oder Unterstützung bei der Kinderbetreuung umfassen.
    4. Arbeitsklima und Kollegialität untersuchen: Informieren Sie sich vorab über die Arbeitsatmosphäre und die Kollegialität an Ihrem potenziellen neuen Arbeitsplatz. Ein gutes Arbeitsumfeld ist entscheidend für den Erfolg Ihrer Karriere und das Erreichen von Führungspositionen.
    5. Vertrauen Sie in Ihre Fähigkeiten: Gehen Sie davon aus, dass Sie die gleichen Fähigkeiten und Kompetenzen wie Ihre männlichen Kollegen besitzen. Lassen Sie sich nicht von Stereotypen oder Vorurteilen beeinflussen und verfolgen Sie selbstbewusst Ihre Karriereziele.

    Wir suchen Sie als Speakerin!

    Wie in vielen Branchen sind auch bei medizinischen Kongressen und Konferenzen Frauen in der Minderheit – zumindest was ihre Präsenz auf der Bühne angeht. Das möchten wir in unseren Seminaren ändern!

    Daher haben wir uns Gedanken gemacht, welche Gründe für Frauen gegen eine Referentinnen-Tätigkeit sprechen könnten.

    Warum finden sich so schwer weibliche Referentinnen?

    Zeitmangel, Reisebelastung, Familienvereinbarkeit: Als weibliche Führungskraft im medizinischen Bereich, als Oberärztin oder Chefärztin haben Sie oft lange Arbeitszeiten und einen vollen Terminkalender. Dazu kommt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Das kann es einerseits schwierig machen, genügend Zeit für die Vorbereitung und Durchführung von Vorträgen zu finden. Gleichzeitig sind diese Vorträge meist mit einer gewissen Reisebereitschaft verbunden.

    Andere Prioritäten: In Ihrem Job wollen Sie sich natürlich vordergründig um Ihre Patient:innen kümmern! Zusätzlich fallen viele Verwaltungsaufgaben an. Vorträge könnten daher als weniger wichtig erachtet werden.

    Perfektionismus und Unsicherheit: Hohe Ansprüche an sich selbst und an die eigene Präsentation ist selbstverständlich kein Phänomen, das es nur unter weiblichen Ärztinnen gibt. Aber der Wunsch, einen perfekten Vortrag zu halten, lässt vielleicht doch einige Medizinerinnen zögern, öffentlich zu sprechen. Vor allem, wenn es darum geht, ihre Meinungen und Erkenntnisse vor einem Publikum aus Fachkolleg:innen zu präsentieren.

    Was hält Sie davon ab, Referentin zu werden und was können wir von MD Horizonte tun, um Ihre Bedenken aus dem Weg zu räumen? Schreiben Sie uns. Wir sind dankbar für Ihr Feedback.

    Bei uns erwarten Sie nicht nur ein tolles, familiäres Team und eine traumhafte Location für unsere Live-Veranstaltungen auf Sylt, sondern noch viele weitere Vorteile.

    Das erwartet Sie als Referentin bei MD Horizonte

    • Effektive Kommunikation: Wir stellen Ihnen rechtzeitig alle wichtigen Informationen zur Verfügung, beispielsweise Programm, Zeitpläne und spezifische Anforderungen an Ihren Vortrag. So können Sie sich optimal vorbereiten!
    • Logistische Unterstützung: Wir übernehmen bereits vorab sämtliche Reise- und Unterkunftsbuchungen. Doch nicht nur für Sie als Vortragende! Auf Sylt gibt es auch für begleitende Angehörige unglaublich viel zu entdecken. Wir unterstützen Sie gerne bei der Organisation eines gemeinsamen Aufenthalts mit ihrer Familie. So verbinden Sie das Angenehme mit dem Nützlichen!
    • Professionelle technische Ausstattung: Unsere Vortragsräume sind sehr gut ausgestattet und bei Bedarf übernehmen wir für alle unsere Referent:innen vor Ort den technischen Support. Sie kommen und konzentrieren sich auf Ihren Vortrag!
    • Netzwerkmöglichkeiten: Als Referentin bei MD Horizonte haben Sie regelmäßig die Gelegenheit, mit anderen Fachärzt:innen in Kontakt zu kommen und sich auszutauschen.
    • Wir haben die tollsten Teilnehmer:innen! Das sagen nicht nur wir, sondern das wird uns nach jedem Seminar von unseren Referent:innen bestätigt: Anspruchsvoll, immer aktiv dabei, engagiert und offen für neues Wissen, neue Informationen und neue Ansichten.
    • Kein Industriesponsoring: Wir sind ein unabhängiger Anbieter von Seminaren und Weiterbildungen und unsere Lerninhalte sind nicht durch externe Interessen oder kommerzielle Einflüsse geprägt. Ihr Fachwissen und die Bedürfnisse unserer Teilnehmer:innen stehen bei uns im Mittelpunkt.

    Haben Sie bereits mehrjährige Erfahrung als Oberärztin oder Chefärztin in den medizinischen Fachbereichen Anästhesie oder Intensivmedizin gesammelt?

    Haben oder hatten Sie als Frau eine medizinische Führungsposition inne?

    Dann brauchen wir genau Sie!

    Natürlich kann es den Einstieg erleichtern, wenn Sie bereits Erfahrung darin haben, Vorträge zu halten. Doch wenn Sie als „Bühnen-Neuling“ die fachliche Expertise, eine gute Kommunikations- und Präsentationsfähigkeit sowie Selbstvertrauen und Charisma mitbringen, sprechen Sie uns bitte trotzdem an!

    Dienen Sie Ihren Kolleginnen als Vorbild und melden Sie sich noch heute bei uns: Sie benötigen dazu keine Bewerbungsunterlagen – eine kurze E-Mail mit Ihren Kontaktdaten genügt.

    Oder können Sie uns eine Referentin empfehlen, auf die das alles zutrifft? Dann bitten wir Sie herzlich, unseren Aufruf weiterzuleiten!

    Lassen Sie uns gemeinsam WISSEN vermitteln – HORIZONTE erweitern!



    Anne Lindner (Redaktionsteam MD Horizonte)

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  • Risikoschwangerschaften: Früh erkennen und richtig einschätzen

    Risikoschwangerschaften: Früh erkennen und richtig einschätzen

    Risikoschwangerschaften früh erkennen und richtig einschätzen


    Risikoschwangerschaften | MD Horizonte

    Risikoschwangerschaften: Früh erkennen und richtig einschätzen

    Durch eine adäquate Anamnese ihrerseits können Sie Risikoschwangerschaften frühzeitig erkennen und das Risiko einer Fehl- oder Totgeburt deutlich mindern.

    Auch wenn Sie nicht als Gynäkolog:in tätig sind, sind profunde Kenntnisse über die Ursachen und Gründe von Risikoschwangerschaften hilfreich, um Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch bereits präkonzeptionell zu informieren und zu beraten. Sie möchten doch, dass Ihre Patientin sich durch eine umfassende Betreuung wohl und sicher bei Ihnen fühlt?

    MD Horizonte bietet Ihnen als Weiterbildungsangebot  den Kurs “Gynäkologie und Geburtshilfe compact” zum Buch von Dr. Bernhard Uhl an. Bilden Sie sich sinnvoll weiter und profitieren Sie von wertvollen CME Punkten!

    In diesem Beitrag lesen Sie:

    1. Was ist eine Risikoschwangerschaft?
    2. Gründe für eine Risikoschwangerschaft
    3. Betreuung der Schwangeren
    4. Risikoschwangerschaften als Lerninhalt bei MD Horizonte
    5. Informationen zu CME-Punkten und prüfungsrelevanten Weiterbildungsangeboten


    Was ist eine Risikoschwangerschaft?

    Eine Schwangerschaft wird als Risikoschwangerschaft bewertet, wenn im Mutterpass unter dem Punkt A “Anamnese und allgemeine Befunde / Erste Vorsorge-Untersuchung” mindestens einer der Aufzählungspunkte 1 – 26 mit  “Ja” beantwortet wurde.

    Mutterpass Seite 5

    Auch im Verlauf einer Schwangerschaft kann sich aus einer anfänglich physiologischen Schwangerschaft eine Risikoschwangerschaft entwickeln.

    Mütterlicherseits können behandlungsbedürftige Erkrankungen neu auftreten. Beispielsweise unvorhersehbare Blutungen, Plazentainsuffizienz, Hypertonie oder ein Gestationsdiabetes.

    Beachten Sie dazu unbedingt den Abschnitt unter dem Punkt B  “Besondere Befunde im Schwangerenverlauf” im Mutterpass.

    Mutterpass Seite 6


    Gründe für eine Risikoschwangerschaft

    Die vollständige Liste der Gründe für eine Risikoschwangerschaft finden Sie im Mutterpass unter den oben genannten Punkten A und B. Zusätzlich im ICD-10 unter dem Diagnoseschlüssel Z35. 


    Körperliche Merkmale

    Alter, Gewicht, Größe und eine positive Infertilitätsanamnese spielen in der Einstufung eine Rolle.

    Bei jüngeren Patientinnen unter 18 besteht eine erhöhte Gefahr vorzeitiger Wehen, der Entwicklung einer Präeklampsie sowie einer Mangelentwicklung des Fötus sowie Frühgeburten.

    Werdende Mütter über 35 werden als Risikoschwangere unter anderem aufgrund einer erhöhten Anfälligkeit für die Entwicklung eines Gestationsdiabetes oder einer Präeklampsie eingestuft. Hinzu kommt die erhöhte Wahrscheinlichkeit für Vorerkrankungen, peripartale Komplikationen und Chromosomenanomalien.

    Das Gewicht der Schwangeren spielt hinsichtlich der Entwicklung des Fötus eine Rolle.

    Bei untergewichtigen Frauen ist das Risiko erhöht untergewichtige oder unterentwickelte Säuglinge zu gebären, wohingegen bei übergewichtigen Frauen die Gefahr erhöht ist für das Gestationsalter zu große Neugeborene zu gebären. 

    Zudem stellen sich adipöse Frauen eher mit Diabetes oder Gestationsdiabetes sowie chronischer oder neu erworbener Gestationshypertonie vor. 

    Hinzu kommt das erhöhte Auftrittsrisiko der Eklampsie / Präeklampsie, des HELLP Syndroms, einer Niereninsuffizienz oder eines Apoplex.

    Eine positive Infertilitätsanamnese mit uterinen oder zervikalen Fehlbildungen erhöht das Risiko für Frühgeburten aufgrund einer Zervixinsuffizienz oder einer einhergehenden Fehllage der Plazenta bei Myomen (Mutterpass Abschnitt A).


    Ungünstige geburtshilfliche oder Reproduktions-Anamnese

    Früh- oder Spätgeburten, Fehl- oder Totgeburten, Oligo- oder Polyhydramnion sowie Fehlstellungen des Fötus im Geburtskanal (z.B. Steißlage oder Schulterdystokie) in vergangenen Geburten und auftretende Symptome wie Spastiken oder epileptische Krampfanfälle mütterlicherseits während der Geburt begünstigen die Einstufung einer Risikoschwangerschaft.

    Hat die werdende Mutter bereits ein Kind geboren und zeigt sich dieses mit einem Gendefekt oder einem Geburtsfehler, besteht bei einer Folgeschwangerschaft auch hier ein erhöhtes Risiko (Mutterpass Abschnitt A).


    Präkonzeptionell bestehende Krankheiten

    Hypertonie, Diabetes, Erkrankungen der Nieren, Anomalien im Uterus oder dem Becken, ein positiver Befund einer sexuell übertragbaren Infektion stufen Ihre Patientin als Risikoschwangere ein (Mutterpass Abschnitt A).


    Peripartal auftretende Krankheiten

    Auch eine zunächst physiologische Schwangerschaft kann zu einer Risikoschwangerschaft werden, wenn während der Schwangerschaft Krankheiten neu hinzukommen (Mutterpass Abschnitt B).

    Gestationsdiabetes, Hyper- oder Hypotonie, Auffälligkeiten der Plazenta lösen neben anderen Ursachen die Einstufung als Risikoschwangere aus.



    Betreuung der Schwangeren

    Auch wenn der Begriff Risikoschwangerschaft zunächst beunruhigt, überzeugen Sie ihre Patientin, dass bei einer guten Betreuung und entsprechendem Verhalten der werdenden Mutter die meisten Schwangerschaften positiv verlaufen.


    Besonderheiten der Betreuung

    Ist ihre Patientin laut Einstufung eine Risikoschwangere oder wird im Laufe der Schwangerschaft so eingestuft, ist hier entgegengesetzt zur üblich pyramidalen Schwangerenbetreuung eine antipyramidale Betreuung sinnvoll. 

    Normalerweise wird die Betreuung der Schwangeren zum Ende der Schwangerschaft engmaschiger. (Empfohlene Intervalle zur Vorsorge bei normalem Schwangerschaftsverlauf: bis 32.Woche: alle vier Wochen / 32. – 40. Woche: alle zwei Wochen / ab Entbindungstermin alle 2 Tage)

    Wurde eine Risikoschwangerschaft diagnostiziert, unterliegt besonders der Beginn der Schwangerschaft erhöhter Beobachtung und Beratung.

    Zusatzuntersuchung wie beispielsweise Differential- Sonographie, Dopplersonographie, Tokographie, CTG vor der 28. Schwangerschaftswoche, Amniozentese (AC) oder Chorionzottenbiopsie (CVS) können angezeigt sein.

    Beachten Sie, dass für die genannten Leistungen eine Risikoschwangerschaft klar definiert sein muss. 

    Hinzu kommt, dass es durchaus ratsam ist, ihrer Patientin bereits während der Schwangerschaft eine dem Risiko entsprechende adäquate Entbindungsklinik vorzuschlagen – beispielsweise mit einer angebundenen Kinderklinik.

    Liegt bei Ihrer Patientin ein Diabetes vor, behalten Sie die Insulin- und Blutzuckerwerte im Auge und klären Sie Ihre Patientin hinsichtlich eventueller Schemata-Anpassungen auf.

    In der Regel steigt der Insulinbedarf im zweiten bis dritten Trimenon, wobei die Anpassungen streng geregelt sind.

    Empfehlen Sie Ihrer Patientin auch, sich regelmäßig zu bewegen, um die muskuläre Insulinresistenz zu mindern.

    Bei bestehender Hypertonie und antepartalen medikamentösen Behandlungen beachten Sie die gegebenenfalls notwendige medikamentöse  Anpassung oder Umstellung.

    Antihypertensiva wie AT1-Rezeptorantagonisten oder ACE-Hemmer sind für Schwangere kontraindiziert.


    Risikoschwangerschaften als Lerninhalt bei MD Horizonte

    MD Horizonte bietet Ihnen mit Gynäkologie & Geburtshilfe compact den Kurs zum gleichnamigen Buch von Dr.. Bernhard Uhl.

    Neben einem breiten Angebot  geburtshilflich relevanter Themen bekommen Sie einen profunden Einblick in den Bereich der gynäkologischen Onkologie.

    Namhafte Dozent:innen bereiten Sie optimal auf Ihre Facharztprüfung vor.


    Informationen zu CME-Punkten und prüfungsrelevanten Weiterbildungsangeboten

    Der Kurs Gynäkologie & Geburtshilfe compact ist eine von der Bundes- und den Landesärztekammern anerkannte Fortbildung. Für die Teilnahme können bis zu 108 Fortbildungspunkte (CME-Punkte) erlangt werden.

    Zur Teilnahme stehen Ihnen vier verschiedenen Formate zur Auswahl:

    • Als Online-Kurs zum Selbstlernen (mit CME-Punkte)
    • Als Online-Kurs Selbstlernen (ohne CME-Punkte)
    • Als Präsenzveranstaltung: Das nächste Seminar in Präsenz findet von 25. Mai – 01. Juni 2024 im Congress Centrum Sylt statt.
    • Per Live-Stream direkt aus der Veranstaltung auf Sylt. 

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    Meet the Expert, 

    in Zoom oder auf Sylt! 

    Alle Infos und Termine rechtzeitig erhalten…

    Mit MD HORIZONTE zur Facharztprüfung: Nutzen Sie unser Kursangebot auch für andere Fachbereiche, zum Beispiel Anästhesie und Intensivmedizin, Palliativmedizin, Psychosomatik und Schmerzmedizin.

    Hier  kommen Sie zum gesamten Online-Kursprogramm.

    Autorin: Anne Isaac (Redaktionsteam MD Horizonte)

    Quellen und weiterführende Ressourcen

    Schwangerenvorsorge: Vortrag von Prof.. Dr. med Markus Schmidt im Rahmen des Kurses Gynäkologie und Geburtshilfe compact.    [zitiert 21.April 2023]

    Diabetes mellitus in der Schwangerschaft: Vortrag von Prof. Dr. med Franz Kainer im Rahmen des Kurses Gynäkologie und Geburtshilfe compact  [zitiert 21.April 2023]

    MDS manual Ausgabe für Patienten: Risikofaktoren für Risikoschwangerschaften [zitiert 21.April 2023] 

  • Qualitätsindikatoren in der Intensivmedizin | MD Horizonte

    Qualitätsindikatoren in der Intensivmedizin | MD Horizonte

    Qualitätsindikatoren Intensivmedizin


    Qualitätsindikatoren in der Intensivmedizin | MD Horizonte

    Prüfungsrelevantes Wissen für eine optimale Patientenversorgung

    Qualitätsindikatoren sind essenziell für eine optimale Patientenversorgung in der Intensivmedizin. Sie ermöglichen, die Qualität auf Intensivstationen zu messen und kontinuierlich zu verbessern.

    Unser wissenschaftlicher Leiter Prof. Dr. med. Jörg Weinmann betont, dass die zehn Qualitätsindikatoren der DIVI auch bei der Prüfung zur Zusatzbezeichnung Intensivmedizin immer wieder gerne abgefragt werden.

    Daher bieten wir sowohl angehenden als auch erfahrenen Fachärztinnen und Fachärzten in unserem Repetitorium Intensivmedizin 2023 die Möglichkeit, sich intensiv mit diesen Qualitätsindikatoren auseinanderzusetzen und ihr Wissen zu vertiefen bzw. aufzufrischen.

    In diesem Beitrag lesen Sie:

    1. Die Bedeutung von Qualität auf einer Intensivstation
    2. DIVI: Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin
    3. Wie läuft das Verfahren ab?
    4. Die zehn Hauptindikatoren in der Intensivmedizin
    5. Die Qualitätsindikatoren als Lerninhalt bei MD Horizonte
    6. Informationen zu CME-Punkten und prüfungsrelevanten Weiterbildungsangeboten


    Die Bedeutung von Qualität auf einer Intensivstation

    Qualität ist ein zentraler Faktor in der Intensivmedizin und sollte stets im Fokus stehen. Aus diesem Grund sind die zehn Qualitätsindikatoren ein wichtiger Bestandteil unseres Repetitoriums Intensivmedizin: Damit Sie wissen, wie die Qualitätsstandards aktuell sind und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.

    Die Kennzahlen wurden entwickelt, um indirekt den Erfolg medizinischer Leistungen und die Qualität der Patientenversorgung abzubilden.

    Doch wer legt diese Qualitätsindikatoren fest?

    DIVI: Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin

    Sie werden festgelegt von der nationalen Steuerungsgruppe der DIVI, einem 31-köpfigen interprofessionellen Autorenteam. Ein aktuelles Update wurde im Frühjahr 2022 veröffentlicht.

    Die Expertengruppe arbeitet kontinuierlich in einem PDCA-Zyklus (Plan, Do, Check, Act) zusammen und recherchiert fortlaufend. Das bedeutet: Während Sie diesen Artikel lesen, arbeitet das Gremium bereits an neuen Anpassungen.

    Die Auswahlkriterien der Qualitätsindikatoren

    1. Die Indikatoren müssen durch Studien evidenzbasiert belegt sein.
    2. Die Indikatoren sollten Schwierigkeiten in der Praxis aufgreifen, von denen bekannt ist, dass sie nicht immer erfüllt werden. Das schafft Raum für Verbesserungen.
    3. Ein weiterer Diskussionspunkt innerhalb der Expertengruppe ist die Menge der Qualitätsindikatoren. Hier legt man sich auf zehn fest, denn sonst wird es zu ausufernd und ist nicht mehr zu überblicken.

    Die Anwendung der Qualitätsindikatoren

    Die Qualitätsindikatoren dienen als Grundlage für das intensivmedizinische Peer Review. Vielleicht haben Sie den Prozess auf Ihrer Intensivstation bereits durchlaufen? Im Folgenden fassen wir den Ablauf des Verfahrens für Sie zusammen.


    Wie läuft das Verfahren ab?

    Das intensivmedizinische Peer Review der DIVI und der Landesärztekammern ist ein freiwilliges Verfahren und ermöglicht eine externe Überprüfung der Qualität auf Intensivstationen. Somit fallen sie in den großen Bereich der Qualitätssicherung.

    Im Rahmen des Peer Reviews werden die Qualitätsindikatoren untersucht und bewertet. Anschließend erstellt das Review-Team einen Bericht in Form einer SWOT-Analyse, der die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken der visitierten Intensivstation aufzeigt. Dieser Bericht dient als Grundlage für gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität und Patientenversorgung.

    Weitere Infos über den Ablauf finden Sie hier.

    Die zehn Hauptindikatoren in der Intensivmedizin

    Qualitätsindikatoren


    Das 30 Seiten starke Dokument fasst in zehn Punkten kompakt die wesentlichen Behandlungsaspekte und Strukturmerkmale zusammen, die mit den Qualitätsindikatoren für jede Intensivstation überprüfbar sind.

    Die Publikation ist zum Download veröffentlicht unter: https://www.divi.de/joomlatools-files/docman-files/publikationen/peer-review/220310-qualitaetsindikatoren-intensivmedizin-divi-peer-review.pdf

    Im weiteren Verlauf des Artikels wollen wir auf vier der zehn Indikatoren etwas genauer eingehen und Ihnen wichtige Tipps und Tricks mit auf den Weg geben:

    I Tägliche multiprofessionelle und interdisziplinäre Visite mit Dokumentation von Tageszielen

    Der erste Qualitätsindikator ist die tägliche multiprofessionelle und interdisziplinäre Visite, bei der Tagesziele für jeden Patienten schriftlich dokumentiert werden. Diese Visite fördert die Kommunikation der an der Behandlung beteiligten Professionen auf einer Intensivstation. Ziel ist es, den täglichen Ablauf auf der Intensivstation zu strukturieren und das Risiko von Informations- und daraus resultierenden Qualitätsverlusten zu verringern.

    Dabei gibt es wortwörtlich einen T-R-I-K-K (Akronym):

    Leitfaden zur Berücksichtigung des Patientenwillens, der während der Visite
    abgearbeitet werden kann:

    • Formuliere das Therapieziel. (T)
    • Re-evaluiere das Therapieziel regelmäßig. (R)
    • Gibt es eine geeignete Indikation? (I)
    • Hat die geplante Prozedur eine Konsequenz und dient dem Therapieziel? (K)
    • Gibt es einen Konsens des Patienten für die aktuelle oder geplante Behandlung? (K)

    V Überwachung der Maßnahmen zur Infektionsprävention

    Der Inhalt dieses Indikators ist normalerweise in den allgemeinen Hygieneregeln und Leitlinien eines jeden Krankenhauses festgelegt. Es soll sichergestellt werden, dass aktuelle Empfehlungen zur Infektionsprävention auf Intensivstationen umgesetzt werden.

    Tipp: Für die Facharztprüfung und Zusatzbezeichnungsprüfung ist es wichtig, die fünf Indikationen zur Händesinfektion zu kennen und sicher anwenden zu können.

    Weitere Tipps zu prüfungsrelevanten Themen erhalten Sie im Laufe des Repetitoriums.

    VIII Strukturierte Kommunikation mit Patienten und Angehörigen

    Ziel dieses Qualitätsindikators ist es, die Kommunikation mit Patienten und Angehörigen zu verbessern und Gesprächsinhalte strukturiert zu dokumentieren. Dadurch sollen Probleme wie Traumafolgestörungen, Depressionen und Ängste bei Familienmitgliedern verringert sowie ethische Konflikte und Belastungen für das Personal vermieden werden.

    Innerhalb von 72 Stunden nach der Aufnahme auf die Intensivstation sollte ein erstes Gespräch stattfinden, gefolgt von mindestens einem wöchentlichen Folgegespräch.

    Die Struktur des Qualitätsindikators beinhaltet:

    1. Den aktuellen Zustand des Patienten erklären.
    2. Den tatsächlichen oder mutmaßlichen Patientenwillen ermitteln, entweder durch den Patienten selbst oder durch Angehörige.
    3. Die Perspektive der Angehörigen ermitteln, falls der Patient nicht selbst frei für sich sprechen kann.
    4. Aktuelle Behandlungsmöglichkeiten und die Behandlungsplanung besprechen, unter Berücksichtigung des Therapieangebots.
    5. Das Therapieangebot, den Patientenwillen und die Therapieziele in Übereinstimmung bringen.
    6. Die mittel- und langfristige Prognose unter Berücksichtigung der Erfolgswahrscheinlichkeit einer Therapie besprechen. Falls nicht absehbar, dies auch mitteilen.
    7. Fazit, Festlegungen und Konsequenzen besprechen.

    Ergänzend dazu auch an dieser Stelle ein Akronym als Gedankenstütze:

    Das VALUE-Konzept

    • Value family statements: Würdigen, was die Angehörigen sagen; Wertschätzung
    • Acknowledge family emotions: Gefühle zugestehen und bestätigen
    • Listen to the family: Zuhören
    • Understand the patient as a Person: Fragen stellen, die es erlauben, die Persönlichkeit des Patienten zu verstehen
    • Elicit family questions: Angehörige zu Fragen ermuntern

    X Leitung der Intensivstation

    Der letzte Qualitätsindikator befasst sich mit der Personalsituation auf der Intensivstation. Es ist wichtig, dass die Leitung der Station von einem Facharzt mit Zusatzbezeichnung Intensivmedizin übernommen wird, der keine anderen Aufgaben hat und während der Kernarbeitszeit immer anwesend ist. Zudem muss rund um die Uhr erfahrenes medizinisches und pflegerisches Personal verfügbar sein.

    Stecken Sie gerade mitten in der Vorbereitung für eben diese Prüfung zur Zusatzbezeichnung Intensivmedizin oder wollen Ihr Wissen auffrischen?


    Die Qualitätsindikatoren als Lerninhalt bei MD Horizonte

    Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. med. Jörg Weinmann vermitteln namhafte Referent:innen in unserem Repetitorium Intensivmedizin kompakt den aktuellen Wissensstand der Intensivmedizin unter Berücksichtigung interdisziplinärer Aspekte.

    Neben den großen Themenbereichen, wie Beatmung, Sepsis sowie allgemeine intensivmedizinische Diagnostik und Therapie, wird das Repetitorium unter anderem durch ethische Vorträge und Diskussion über die Grenzen der Intensivmedizin vervollständigt.

    Zusätzlich zu den Vorträgen erhalten Sie von Prof. Dr. med. Jörg Weinmann Einblicke in die zehn intensivmedizinischen Qualitätsindikatoren sowie ihre praktische Anwendung.


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    Mit MD Horizonte zur Facharztprüfung: Nutzen Sie die flexiblen Repetitorien auch für andere Fachbereiche, zum Beispiel Gynäkologie & Geburtshilfe und Anästhesie.

    Hier kommen Sie zum gesamten Online-Kursprogramm.

    Autorin: Anne Lindner (Redaktionsteam MD Horizonte)

    Quellen und weiterführende Ressourcen

    Die 10 Qualitätsindikatoren (QIs) der Intensivmedizin: Vortrag von Prof. Dr. med. Jörg Weinmann im Rahmen des Repetitoriums Intensivmedizin [zitiert 17. April 2023]

    Kurzvita Prof. Dr. med. Jörg Weinmann [zitiert 17. April 2023]; Verfügbar unter: LVBB_Ich-bin-MB_Jörg Weimann | Marburger Bund Berlin/Brandenburg (marburger-bund.de)

    Die Hauptindikatoren 1 – 10 im Detail [zitiert 17. April 2023]; Verfügbar unter: Qualität Intensiv-/Notfallmedizin: Peer Review – Indikatoren (divi.de)

    PM: Qualitätssicherung in der Intensivmedizin: Update der DIVI-Qualitätsindikatoren veröffentlicht [zitiert 17. April 2023]; Verfügbar unter: PM: Qualitätssicherung in der Intensivmedizin: Update der DIVI-Qualitätsindikatoren veröffentlicht

    Weiterführende Publikationen hat die DIVI für Sie zusammengefasst; Verfügbar unter: Qualität Intensiv-/Notfallmedizin: Peer Review – Publikationen (divi.de)

  • Top 3 Lerntechniken vor der Facharztprüfung | MD Horizonte

    Top 3 Lerntechniken vor der Facharztprüfung | MD Horizonte

    Lerntechniken


    Top 3 Lerntechniken vor der Facharztprüfung | MD Horizonte


    3 Lerntechniken für die erfolgreiche Facharztprüfung

    Die Vorbereitung für die Facharztprüfung ist neben dem Berufsalltag eine besondere Herausforderung. Effektive Lerntechniken sind gefragter denn je, um die fachärztliche Ausbildung erfolgreich abzuschließen. Hier finden Sie drei Möglichkeiten, um Ihren Lernprozess für die Facharztprüfung zu optimieren.

    In diesem Beitrag lesen Sie:

    Lerntechniken & Lernmethoden
    Cornell Notes
    Pomodoro Technik
    SQR3 Methode
    FAQs zu Lernmethoden und -techniken


    Lerntechniken & Lernmethoden

    Welche Lerntechniken und Lernmethoden am effektivsten sind, ist bis heute groß diskutiert. Dunlosky et. al machte es durch die Durchsicht von 700 Untersuchungen jedoch möglich, einzelne Lerntechniken auf ihren Nutzen zu untersuchen. Somit konnten Lerntechniken in drei Gruppen eingeteilt werden: niedriger, mittlerer und hoher Nutzen.

    Es hat sich gezeigt, dass sehr verbreitete Lerntechniken, wie das Unterstreichen, Zusammenfassen und das Durchlesen kaum einen positiven Effekt auf den Lernerfolg haben. Erklären Lernende neues Wissen und verknüpfen es mit alt bekanntem, zeigt dies einen mittleren Nutzen. 

    Die Vorreiter unter den Lerntechniken, mit einem großen Nutzen, sind:

    Selbsttests

    Obwohl Tests und Prüfungen (Practice testing) gefürchtet sind, wird ihr großes Potenzial unterschätzt. Durch die regelmäßige Überprüfung des Wissens, vollkommen frei von Hilfsmitteln, erzielen Lernende bessere Ergebnisse, als jene, die ohne Prüfungssituationen lernen. Für einen positiven Effekt durch Prüfungen benötigt es jedoch auch Feedback, das entweder selbst vorgenommen werden kann, durch Kolleg:innen oder Lehrende.

    Eine Prüfungssimulation vor der Facharztprüfung kann folglich ein effektiver Weg sein, das Wissen zu festigen. Die Facharztprüfung kündigt nicht nur einen neuen Lebensabschnitt an, sondern wird Ihnen helfen, neue Erkenntnisse zu gewinnen und Sachverhalte besser zu verstehen.

    Langfristiges Lernen

    Das langfristige Lernen (Distributed practice) gehört nach Dunlosky et. al ebenso zu den effektiven Lerntechniken, verglichen mit dem bekannten „Bulimie-Lernen“: Charakteristisch für diese Lerntechnik ist der Abstand zwischen den Lerneinheiten. Möchten Sie gewisse Informationen für eine Woche behalten, sollten die Lerneinheiten in einem Abstand von 12 bis 24 Stunden erfolgen. Diese langen Abstände sind direkt vor einer Prüfung kaum umsetzbar, für langfristig notwendiges Wissen jedoch sehr nützlich.


    Cornell Notes

    Die Cornell Notizen gehören zu jenen Lerntechniken, die dabei helfen, Wissen effizienter einzuprägen. Entwickelt wurden die Cornell Notizen von Prof. Walter Pauk der Cornell Universität. Die Cornell Notizen können während eines Vortrags, während des Lesens von Lehrbüchern oder während eines Online-Kurses verwendet werden.

    So funktionieren die Cornell Notizen:

    • Teilen Sie ein Blatt Papier in drei Abschnitte: Notizen, Fragen und Zusammenfassung (s. Abbildung unten).
    • In die Spalte für Notizen schreiben Sie alle wichtigen Fakten während Ihres Online-Kurses oder Vortrags auf.
    • Kurz nach der Lehr- oder Lerneinheit werden in die „Fragen-Spalte“ Schlüsselwörter und Fragen, passend zu den Notizen notiert.
    • Versuchen Sie die Fragen in der „Fragen-Spalte“ zu beantworten und mit eigenen Worten zu erklären.
    • Seien Sie kritisch: Ziehen Sie Schlüsse, welche Auswirkung dieses Wissen hat. Wie, wann und wo können Sie dieses Wissen nutzen oder wo hätten Sie es in der Vergangenheit bereits nutzen können?
    • Fassen Sie in der dritten Spalte zusammen, was Sie gelernt haben und welche Schlüsse Sie gezogen haben.
    • Greifen Sie regelmäßig auf Ihre Cornell Notizen zurück, um einen langfristigen Lerneffekt zu erzielen.
    Lerntechniken Cornell Notes


    Tipp: Die Cornell Notizen eignen sich besonders während eines Online-Kurses oder Repetitoriums für die Facharztprüfung.


    Pomodoro Technik

    Die Pomodoro-Technik kann eingesetzt werden, um das Zeitmanagement vor der Facharztprüfung zu verbessern und Prokrastination zu vermindern. Mit der Pomodoro-Methode wird das Wissen in verdauliche Portionen aufgeteilt, aufgrund der regelmäßigen Pausen. Entwickelt wurde die Methode von Francesco Cirillo in den 1980er Jahren, der seine Lernphasen in 25-Minuten-Abschnitte einteilte. Warum genau 25 Minuten? Seine Küchenuhr hatte die Form einer Tomate und ließ sich genau auf 25 Minuten einstellen.

    Die 6 Schritte der Pomodoro-Technik:

    • Thema auswählen: Wählen Sie ein eine Aufgabe, die Sie in 25 Minuten bearbeiten können.
    • Wecker auf 25 Minuten einstellen.
    • Fokussiertes Lernen: Versuchen Sie 25 Minuten lang konzentriert zu lernen. Besonders wichtig ist es, dass Sie Ablenkungen in dieser Zeit widerstehen.
    • Aufgabe abhaken: Dadurch behalten Sie die Übersicht über Ihren Lernfortschritt.
    • Pause machen: 5 Minuten.
    • Nach vier 25-minütigen Blöcken ist es Zeit, eine längere Pause einzulegen: 20-30 Minuten.

    Tipp: Nehmen Sie sich etwas Zeit, um vor und nach einem Pomdoro-Block das bisher gelernte zu wiederholen.

    Auch die Pomodoro-Technik unterliegt Kritik, so z.B., dass die 25-Minuten-Abschnitte zu starr und unflexibel seien. Sind 25 Minuten zu kurz, können Sie diese individuell an Ihre Bedürfnisse anpassen.


    SQR3 Methode

    Die SQR3 Methode ist eine Lerntechnik für das strukturierte Erfassen von Leseinhalten. Mithilfe dieser Lerntechnik, wird ein Text nicht einfach durchgelesen, sondern wichtige Aspekte strukturiert verstanden und reflektiert.

    Die SQR3 Lerntechnik besteht aus folgenden Schritten:

    Lerntechniken SQR3


    • Survey: Sehen Sie sich die Gliederung des Textes an und verschaffen Sie sich einen Überblick, wo Sie welche Information finden werden.
    • Question: Formulieren Sie eine Frage, die der Text beantworten soll. Vor der Facharztprüfung werden Ihnen manche Themen vertrauter sein als andere. Füllen Sie mit der Frage Ihre Lücken.
    • Read: Anhand der gestellten Frage wählen Sie genau die Stelle des Textes aus, die Ihre Frage beantworten wird. Schlüsselwörter können in diesem Text markiert werden und unklare Begriffe recherchiert werden.
    • Recite: Erzählen Sie sich das soeben gelernte noch einmal selbst. In diesem Schritt werden eventuelle Lücken auftauchen, die Sie dann gezielt füllen können.
    • Review: Können Sie die gestellte Frage aus Schritt zwei beantworten? Die Antwort können Sie auch für Lernkarten in Stichworten notieren.

    Mit MD Horizonte zur Facharztprüfung: Nutzen Sie flexible Repetitorien für die Fachbereiche Gynäkologie & Geburtshilfe, Anästhesie und Intensivmedizin.

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    Die wichtigsten Antworten zu den Lerntechniken

    F: Kann ich diese Lerntechniken direkt in den Online-Kursen von MD Horizonte nutzen?

    A: Ja, Sie können z.B. die Cornell Notes während der Vorträge nutzen. Die Pomodoro Technik und die SQR3 Methode können Sie während des Selbststudiums ausprobieren.  

    F: Welche Lerntechnik ist die Beste?

    A: Eine pauschale Aussage gibt es dazu nicht, denn die Effektivität von Lerntechniken wird nach wie vor diskutiert. Dunlosky et al. hat in seiner Analyse gezeigt, dass Selbsttests und langfristiges Lernen als effektiv angesehen werden können. Das Durchlesen und Markieren von Lernstoff zeigen im Vergleich weniger Effektivität.

    Autorin: Dr. med. univ. Lisa Raberger

    Quellen und weiterführende Literatur

    Pauk W, Owens R. How to Study in College 10th. [zitiert 22. Dezember 2022]; Verfügbar unter: https://www.academia.edu/35205728/How_to_Study_in_College_10th

    Dunlosky J, Rawson KA, Marsh EJ, Nathan MJ, Willingham DT. Improving Students’ Learning With Effective Learning Techniques: Promising Directions From Cognitive and Educational Psychology. Psychol Sci Public Interest [Internet]. Januar 2013 [zitiert 22. Dezember 2022];14(1):4–58. Verfügbar unter: http://journals.sagepub.com/doi/10.1177/1529100612453266

    The Cornell Note Taking System – Learning Strategies Center [Internet]. [zitiert 22. Dezember 2022]. Verfügbar unter: https://lsc.cornell.edu/how-to-study/taking-notes/cornell-note-taking-system/

    Cirillo F. The Pomodoro Technique. 128 S.


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