Kategorie: Intensivmedizin

Intensivmedizin

  • Lernen mit Erfolg: Was bringt ein Medizin Repetitorium?

    Lernen mit Erfolg: Was bringt ein Medizin Repetitorium?

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    Lernen mit Erfolg: Was bringt ein Medizin Repetitorium?

    Der Mehrwert eines Medizin Repetitoriums

    Ob angehende:r Mediziner:in oder bereits im Beruf stehende:r Arzt/Ärztin, die Herausforderungen in der Medizin sind stetig. Ein Medizin Repetitorium dient nicht nur Studierenden zur Vorbereitung auf Prüfungen, sondern bietet auch praktizierenden Ärzt:innen die Möglichkeit, ihr Fachwissen aufzufrischen. Doch was genau verbirgt sich hinter einem Repetitorium und welchen Mehrwert bietet es Ihnen als angehende:r Facharzt/Fachärztin?

    In diesem Beitrag lesen Sie:

    1. Medizin Repetitorium: Was ist das und wie unterscheidet es sich von anderen Weiterbildungsformaten?
    2. Moderne ärztliche Fortbildung: Mehr als nur Bücher
    3. Das Medizin Repetitorium als Bildungsformat bei MD HORIZONTE
    4. Für wen eignet sich die Teilnahme an einem Medizin Repetitorium?
    5. Wie kann ein Medizin Repetitorium mir helfen, mich optimal auf die Facharztprüfung vorzubereiten?
    6. Inhalte und Intensität: Was erwartet Sie in einem Medizin Repetitorium?
    7. Fortbildung Arzt: Der Unterschied zwischen Fort- und Weiterbildung übersichtlich erklärt
    8. Fazit: Warum ein Medizin Repetitorium der Schlüssel zum Erfolg ist

    Medizin Repetitorium: Was ist das und wie unterscheidet es sich von anderen Weiterbildungsformaten?

    Der Begriff „Repetitorium“ ist Ihnen auf unserer Website und bei unseren Fort- und Weiterbildungsangeboten schon mehrfach begegnet, aber kennen Sie auch die genaue Repetitorium Bedeutung?

    Abgeleitet vom lateinischen Wort repetere („wiederholen“), beschreibt ein Repetitorium die Wiederholung und Vertiefung von Wissen und Fähigkeiten – meist mit dem Ziel, eine Prüfung zu bestehen. Es handelt sich hierbei um eine kompakte, intensive Weiterbildungsform – optimal für Studierende und alle, die eine anspruchsvolle Prüfung in Aussicht haben.

    Diese Art der Wissensvermittlung ist besonders im Bereich der Rechtswissenschaft für Staatsexamina sehr verbreitet. Die Ursprünge der juristischen Repetitorien reichen bis ins Jahr 1794 zurück. Ein Repetitorium bedeutete traditionell, Prüfungsinhalte unter der Leitung eines fortgeschrittenen Studierenden oder eines „Repetitors“ gemeinsam durchzugehen. Anstatt sich selbstständig mit dem Stoff zu befassen, erfolgte das Wiederholen unter Anleitung.

    Im Kontext der Medizin Repetitorien bezieht sich das Format hauptsächlich auf Vorbereitungskurse für die Facharztprüfung. In diesem Rahmen profitieren die Teilnehmenden von einer gezielten Wiederholung und Intensivierung des relevanten Prüfungswissens, optimal aufbereitet durch die Expertise unserer erfahrenen Fachreferent:innen.

    Moderne ärztliche Fortbildung: Mehr als nur Bücher

    So gesehen hat der Begriff „Repetitorium“ erst einmal nichts mit Fort- und Weiterbildung zu tun. Doch die Technik des kompakten, angeleiteten Lernens hat sich als enorm vorteilhaft herausgestellt.

    Dies spiegelt sich in aktuellen Bildungsformaten wider, wie den von uns angebotenen Intensivkursen:

    • Repetitorium Anästhesie
    • Repetitorium Intensivmedizin
    • Repetitorium Gynäkologie und Geburtshilfe compact
    • Repetitorium Innere Medizin

    Natürlich können Sie auch mit Büchern repetieren. In jedem medizinischen Fachbereich gibt es viele Standardwerke, die oft mehrere hundert Seiten umfassen. Wenn es auf eine Prüfung zugeht, kaufen Sie sich einfach eins dieser Bücher und lesen es … 😉.

    Aber mal ehrlich: Heutzutage hat doch niemand mehr Zeit und Muße, solche umfangreichen Wälzer – selbst wenn es nur in Teilen ist – durchzuackern!

    Die Art und Weise des Lernens und Wiederholens hat sich verändert, ebenso wie die Prüfungen selbst. Statt reiner Multiple-Choice-Fragen und reinem Auswendiglernen werden heute vermehrt tiefgreifendes Verständnis, Hintergrundwissen und das Erkennen von Zusammenhängen abgefragt.

    Das hat in den letzten 10 bis 15 Jahren dazu geführt, dass in diversen medizinischen Fachbereichen Repetitorien in Präsenzform und – seit der Pandemie – mittels digitaler Formate an Beliebtheit gewonnen haben.

    Das Medizin Repetitorium als Bildungsformat bei MD HORIZONTE

    Natürlich ist es unrealistisch, zu erwarten, dass das umfassende Wissen einer mehrjährigen Facharztausbildung, wie z. B. sechs Jahre in der Anästhesie, in nur einer Woche vermittelt werden kann.

    Daher liegt der Fokus darauf, die zentralen und oftmals kniffligen Themen zu identifizieren, bei denen viele junge Kolleg:innen Schwierigkeiten haben oder die in Prüfungen häufig abgefragt werden.

    Unsere wissenschaftlichen Leitungen wissen sehr genau, was in der Facharztprüfung und darüber hinaus gefordert wird. Diese Erkenntnisse sind entscheidend, um ein Repetitorium vernünftig konzipieren und gestalten zu können.

    Aber unsere Lernseminare sind nicht nur darauf ausgelegt, Mediziner:innen optimal auf ihre Prüfungen und Staatsexamina vorzubereiten. Sie sind ebenfalls eine ausgezeichnete Möglichkeit für Fachärztinnen und Fachärzte, ihre Fortbildungspunkte zu sammeln.

    Für wen eignet sich die Teilnahme an einem Medizin Repetitorium?

    Unsere Medizin Repetitorien richten sich an zwei Hauptzielgruppen:

    1. Angehende Fachärzt:innen: Junge Kolleg:innen, die vorhaben, eine Facharztprüfung abzulegen.
    2. Etablierte Fachärzt:innen: Diejenigen, die bereits Fachärzte sind, aber stets auf dem neuesten Stand ihres Fachgebietes bleiben möchten.

    Viele unserer Teilnehmenden nutzen die Veranstaltung, um sich Notizen zu machen und herauszufinden, in welchen Bereichen sie nachlernen müssen. Es ist schlichtweg unrealistisch, zu erwarten, sich innerhalb einer Woche alles zu merken. Wir bieten den Teilnehmenden einen umfassenden Überblick, sodass sie am Ende erkennen können, wo ihre Wissenslücken liegen.

    Hier verbirgt sich auch der größte Unterschied zwischen Präsenzveranstaltung und Online-Kurs:

    Ein klarer Vorteil unserer Online-Kurse besteht darin, dass Sie Inhalte mehrmals anschauen oder nachlesen können.

    Es gibt jedoch auch eine Gruppe von Teilnehmenden, etwa 20 %, die diese Woche besonders intensiv nutzen: Sie nehmen an allen Unterrichtseinheiten und zusätzlich an den Themenvertiefungen teil und widmen sich auch abends im Hotelzimmer dem Lernen. Diese Gruppe fühlt sich am Ende der Woche oft gut vorbereitet für die Facharztprüfung.

    Repetitorien eignen sich nicht nur zur Prüfungsvorbereitung

    Damit sich auch die bereits praktizierenden Fachärzt:innen gut aufgehoben fühlen, haben alle unsere Referent:innen eine klare Herangehensweise beim Aufbau der medizinischen Repetitorien:

    • 1/3 Basiswissen: Auch wenn die meisten bereits mit den Grundlagen vertraut sind.
    • 1/3 Aktuelle Entwicklungen: Was hat sich kürzlich im Fachgebiet getan?
    • 1/3 Zukunftsausblick: Da viele unserer Referent:innen in verschiedenen Gremien tätig sind und an Leitlinien mitwirken, können sie oft Vorhersagen treffen, welche Entwicklungen in den nächsten Jahren relevant werden. Das macht die Inhalte besonders spannend für Fachärzt:innen.

    Unsere Prüfungsvorbereitungskurse zum digitalen Lernen erfüllen zudem die qualitätssteigernden Anforderungen der Bundesärztekammer. Daher können die Teilnehmenden auch eine hohe Anzahl an CME-Punkten erwerben.

    Bei den Online-Kursen erhalten die Teilnehmenden sechs Monate Zugang, sodass sie sich mit einem überschaubaren Aufwand aktuelles Wissen aneignen und gleichzeitig über die Hälfte der erforderlichen Punkte sammeln können. Bei einem Vorgabenziel von 250 Punkten in fünf Jahren können sie durch die Teilnahme an nur einem Online-Kurs bereits über 100 Punkte nachweisen.

    Wie kann ein Medizin Repetitorium mir helfen, mich optimal auf die Facharztprüfung vorzubereiten?

    Ein Medizin Repetitorium hat mehrere Funktionen, nicht zuletzt die gezielte Vorbereitung auf die Facharztprüfung. Wir wissen, dass Fachgebiete im Laufe der Zeit immer umfangreicher geworden sind. Daher ist es für Einzelne oft nicht mehr realistisch, den gesamten Lehrstoff eigenständig zu sichten und herauszufinden, was prüfungsrelevant ist. Hier setzt unser Angebot an.

    • Prüfungssimulation als Schlüssel zur Vorbereitung: Bei allen unseren Repetitorien bieten wir eine Prüfungssimulation an. Hier steht weniger das Abfragen von Wissen im Fokus, sondern vor allem das Erleben der Prüfungssituation selbst. Nach einer solchen Simulation können Sie die eigentliche Prüfung mit deutlich weniger Angst und mehr Selbstvertrauen angehen.
    • Prüfungsrelevante Inhaltsauswahl: Im Medizin Repetitorium bieten wir Ihnen genau das Wissen an, das für die Facharztprüfung entscheidend ist. Dies entlastet Sie von der komplexen Aufgabe, relevante von weniger relevanten Inhalten zu trennen.
    • Erfolgreiche Prüfungsvorbereitung: Unsere renommierten Referent:innen haben Videokurse und Quizfragen entwickelt, die als optimale Vorbereitungskurse für Ihre medizinischen Prüfungen dienen. Sie sind darauf ausgelegt, dass Ärztinnen und Ärzte auf dem Weg zum Facharzt oder zur Zusatzbezeichnung den Lernstoff effektiv wiederholen und vertiefen können, insbesondere im Hinblick auf bevorstehende Prüfungen.


    Inhalte und Intensität: Was erwartet Sie in einem Medizin Repetitorium?

    Ein Medizin Repetitorium ist strukturiert aufgebaut und verfolgt einen klar definierten Rahmen. In der Regel umfasst der Inhalt:

    • Grundlagen
    • Spezialfälle
    • Medikamente

    Unser Ziel – gemeinsam mit der wissenschaftlichen Leitung – ist es, Ihnen einen umfassenden und tiefgehenden Überblick über das jeweilige Fachgebiet zu bieten.

    Dabei steht bei uns die stetige Erweiterung und Aktualisierung unseres Angebots immer im Fokus: Für Anfang 2024 planen wir einen speziellen Kurs „Gynäkologische Onkologie“, ein Feld mit sehr rasanten Entwicklungen, in dem eine sehr große Dynamik steckt. Wir haben hier führende Expert:innen als Referent:innen.

    Des Weiteren präsentieren wir mit Stolz unser neues Repetitorium für Innere Medizin.

    Fortbildung Arzt: Der Unterschied zwischen Fort- und Weiterbildung übersichtlich erklärt

    Während Weiterbildungen curricularen Vorgaben folgen, steht bei unseren medizinischen Fortbildungen der umfassende Überblick über das Fachgebiet im Vordergrund.

    Weiterbildungen zielen darauf ab, eine Idee oder ein Verständnis für ein spezifisches Thema zu vermitteln.

    Dabei ist es uns wichtig klarzustellen: In der Weiterbildung können wir keine allgemeingültigen Anleitungen geben, da die Behandlung oft stark von individuellen Patientensituationen abhängt.

    Interessanterweise ist jede Weiterbildung auch automatisch eine Fortbildung. Erst wird die Anerkennung als Fortbildung und dann als Weiterbildung von der zuständigen Landesärztekammer vergeben. 

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    Fazit: Warum ein Medizin Repetitorium der Schlüssel zum Erfolg ist

    Ein Medizin Repetitorium ist weit mehr als eine reine Lernhilfe. Es bietet sowohl angehenden Medizinern als auch erfahrenen Ärzten eine Plattform, um ihr Wissen zu vertiefen, sich auf realitätsnahe Prüfungssituationen vorzubereiten und die eigene Expertise weiter auszubauen.

    Anne Lindner (Redaktionsteam MD HORIZONTE)

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  • PICS Intensivstation: Darum ist Prävention und Frühmobilisation so wichtig | MD HORIZONTE

    PICS Intensivstation: Darum ist Prävention und Frühmobilisation so wichtig | MD HORIZONTE

    PICS Intensivstation Titelbild


    PICS Intensivstation: Darum ist Prävention und Frühmobilisation so wichtig

    Experteninterview über das Post Intensiv Care Syndrom

    Lange galt das Überleben eines Patienten als Hauptziel und wichtigstes Qualitätsmerkmal intensivmedizinischer Therapie. Doch es wird immer deutlicher, dass viele Überlebende der Intensivbehandlung nicht nahtlos an ihr vorheriges Leben anknüpfen können. Sie leiden sowohl infolge ihrer Erkrankung als auch aufgrund des Aufenthalts auf der Intensivstation unter teils erheblichen Kurz- und Langzeitfolgen. Aufgrund dieser Tatsache wurde sogar eigens eine eigene Bezeichnung eingeführt: Das Post Intensiv Care Syndrom, kurz PICS. Für die behandelnden Fachärzt:innen ist es essenziell, sich mit diesem Syndrom auseinanderzusetzen, um präventive Maßnahmen einzuleiten und damit die Lebensqualität der Betroffenen langfristig zu steigern.

    In diesem Artikel haben wir die Gelegenheit, mit einer absoluten Expertin auf diesem Gebiet, unserer langjährigen Referentin Frau Dr. Karin Steinecke, zu sprechen. Sie teilt ihre wertvollen Erkenntnisse und Erfahrungen zu PICS Medizin und PICS Intensivstation, um gerade den Kolleg:innen, die vor der Facharztprüfung oder der Zulassungsprüfung Intensivmedizin stehen, einen Einblick zu geben.

    In diesem Beitrag lesen Sie:

    1. Post Intensive Care Syndrom (PICS): Eine häufige und alltagsrelevante Komplikation
    2. Häufigkeit, Diagnose und öffentliche Wahrnehmung von PICS
    3. Prävention und Therapie
    4. Bewusstsein schaffen und Nachholbedarf erkennen
    5. PICS und Long-COVID: Ein Zusammenhang?
    6. Weiterführende Informationen rund um PICS Intensivstation

    Wer ist Dr. Karin Steinecke?

    Seit 6,5 Jahren ist Frau Dr. Steinecke an der renommierten Charité in Berlin tätig und arbeitet dort aktuell als Oberärztin in der Klinik für Anästhesiologie mit dem Schwerpunkt operative Intensivmedizin. Zusätzlich leitet sie internationale telemedizinische-intensivmedizinische Projekte und die Ambulanz für post-intensivstationäre Patient:innen.

    Mit über einem Jahrzehnt Erfahrung in der Intensivmedizin bietet sie bei MD HORIZONTE als sehr beliebte Referentin einen Überblick über Themen wie Analgosedierung, Delirprävention und -therapie und natürlich über das Post Intensive Care Syndrom (PICS).

    PICS Intensivmedizin Referentin Dr. Karin Steinecke

    Dr. Karin Steinecke

    Was hat sich in Ihrer täglichen Arbeit mit Patient:innen auf der Intensivstation in den letzten Jahren verändert, das die Themen Prävention und Rehabilitation so wichtig macht?

    Frau Dr. Steinecke: Die größte und grundsätzlich natürlich sehr erfreuliche Veränderung ist, dass immer mehr Menschen eine intensivmedizinische Behandlung überleben. Allerdings überleben viele mit Defiziten. Um diesen Defiziten entgegenzuwirken, müssen wir einerseits unsere Behandlungsansätze anpassen und andererseits natürlich auch die Maßnahmen nach der Behandlung.

    Ein weiterer, allgemein bekannter Aspekt ist der Personalmangel in Kliniken. Dieser macht es schwierig, sich intensiv mit den Patient:innen zu beschäftigen – das betrifft vor allem Maßnahmen wie die Frühmobilisation und Rehabilitation, die idealerweise bereits auf der Station beginnen sollten.

    Post Intensive Care Syndrom (PICS): Eine häufige und alltagsrelevante Komplikation

    Das Post Intensive Care Syndrom stellt eine weitverbreitete und im Alltag für die Betroffenen hoch relevante Folge einer intensivmedizinischen Behandlung dar. Es beeinflusst sowohl die psychische als auch physische Gesundheit und gliedert sich gemäß einer Definition aus 2012 in drei Hauptdomänen: mentale Gesundheit, Kognition und Mobilität.

    Welche Symptome von PICS treten am häufigsten auf? Und welche der Nachwirkungen eines Intensivaufenthaltes empfinden Patient:innen am belastendsten?

    Frau Dr. Steinecke: In der Regel ist es eine Kombination aus zwei oder drei Domänen. Es gibt kaum Patient:innen, die nur an einer leiden. Man kann hier nicht wirklich priorisieren, aber viele Patient:innen berichten von den enormen Herausforderungen, die kognitive Störungen in ihrem Alltag darstellen, beispielsweise Gedächtnis- und Konzentrationsschwierigkeiten, die lange, teilweise lebenslang andauern können.

    PICS Intensivstation: Häufigkeit, Diagnose und öffentliche Wahrnehmung

    Wie oft erleben Sie die Diagnose PICS in Ihrer täglichen Arbeit? Wie viele ehemalige Intensivpatient:innen sind von diesen Langzeitfolgen betroffen?

    Frau Dr. Steinecke: Da ich die Ambulanz für post-intensivstationäre Patient:innen leite, sehe ich häufig PICS-Fälle. Laut einer Studie aus 2018 zeigen 25 % der Patient:innen drei Monate und 20 % 12 Monate nach einer intensivmedizinischen Behandlung Beeinträchtigungen in mindestens zwei PICS-Domänen.

    Hier kann man das genauer nachlesen.

    PICS ist nicht selten, aber wird – leider immer noch – selten beachtet. Sowohl Intensiv-mediziner:innen als auch Hausärzt:innen können es gar nicht richtig einordnen und haben daher keine Chance adäquat darauf zu reagieren.

    Welche Ziele verfolgen Sie als stellvertretende Sektionssprecherin der PICS-Sektion bei der DIVI?

    Frau Dr. Steinecke: Die PICS-Sektion der Divi wurde letztes Jahr im Dezember ins Leben gerufen und wir sind sehr froh, dass wir engagierte Mitglieder sowohl aus Deutschland, aber auch überregional – z. B. aus der Schweiz – gewinnen konnten.

    PICS wird sowohl in der Öffentlichkeit, aber auch im medizinischen Bereich noch viel zu wenig wahrgenommen. PICS braucht aber die öffentliche Wahrnehmung, damit wir das Risiko einer Entstehung so gering wie möglich halten können. Die Sektion ermöglicht es uns, ein breiteres Publikum zu erreichen. Dabei sind Expert:innen an Bord, die Publikationen verfassen, Leitlinien erstellen und Empfehlungen aussprechen können.

    PICS Intensivstation: Prävention und Therapie von PICS

    Wie wichtig ist die Prävention und welche therapeutischen Ansätze gibt es, um PICS entgegenzuwirken bzw. die Patient:innen zu unterstützen?

    Frau Dr. Steinecke: Mittlerweile hat man über 60 Risikofaktoren für PICS identifiziert.

    Zu den Hauptrisikofaktoren gehören u. a.:

    • Die Entwicklung eines Delirs während des Aufenthalts auf der Intensivstation
    • Langzeitbeatmung
    • Analgosedierung
    • eingeschränkte Mobilisation
    • die mangelnde Einbindung der Angehörigen in die Therapie und insgesamt in die Kommunikation.

    Wesentliche präventive Maßnahmen umfassen also eine Frühmobilisation in Form von enger Zusammenarbeit mit den anderen Fachbereichen wie z. B. Physio- und Ergotherapeut:innen; außerdem eben die Delirprävention, Vermeidung von Langzeitsedierung, die regelmäßige Überprüfung der Ziele bei einer Langzeitbeatmung und ggf. eine entsprechende Anpassung und wenn möglich auch Weaning.

    Wir können das Risiko minimieren, aber PICS natürlich nicht verhindern. Es gibt auch Faktoren, auf die wir keinen Einfluss haben wie weibliches Geschlecht, Alter und Vorerkrankungen.


    Welche Fachbereiche sind in den Prozess eingebunden?

    Frau Dr. Steinecke: Eine umfassende Behandlung von PICS erfordert ein interdisziplinäres Netzwerk: Hausärzte, Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten, HNO-Ärzte (wenn es um ehemals tracheotomierte Patient:innen geht) und vor allem auch Psychologen, Psychotherapeuten und Psychiater.

    Immer mehr rückt auch die Kommunikation mit den Rehabilitationsmedizinern in den Vordergrund, um mehr über den Gesundheitszustand nach der intensivmedizinischen Behandlung und während der Rehabilitation zu erfahren und inwieweit es bereits hier Anzeichen für die Ausbildung eines PICS gab.


    PICS Intensivmedizin Rehabilitationsnetzwerk

    Quelle: Präsentation PICS_REHA Dr. Karin Steinecke (Repetitorium Intensivmedizin, MD HORIZONTE)

    PICS Intensivstation: Bewusstsein schaffen und Nachholbedarf erkennen

    Sie hatten es vorhin bereits angesprochen: Das Wissen um PICS hat sich in der Ärzteschaft noch nicht durchgesetzt. Wo sehen Sie hier noch Nachholbedarf?

    Frau Dr. Steiencke: In der Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit, insgesamt in der Information – einschließlich Surveys und Patientenaufklärung auch über die Krankenkassen. Viele der PICS-Intensivstation-Patient:innen halten ihre Defizite nach einer intensivmedizinischen Behandlung für normal, schließlich waren sie ja lange krank. Hier muss das Bewusstsein dafür gestärkt werden, dass auch andere daran leiden und dass es therapierbar ist.

    Welche Ratschläge haben Sie speziell zum Umgang mit PICS für angehende Facharztkolleg:innen? Haben Sie konkrete Tipps, wie dieses Thema im eigenen beruflichen Umfeld eingeführt bzw. umgesetzt werden kann?

    Frau Dr. Steinecke:

    1. Die präventiven Maßnahmen während der Behandlung beachten.
    2. Eine leichte Sedierung bevorzugen und diese so schnell wie möglich reduzieren.
    3. Delirpräventive Maßnahmen durchführen.
    4. Angehörige zulassen.
    5. Den Patienten reorientieren lassen, das heißt Ruhe, Licht und keine Maßnahmen nachts.

    Ist damit zu rechnen, dass die Zahl der betroffenen Intensivpatienten mit PICS in Zukunft zunimmt?

    Frau Dr. Steinecke: Die Mortalität sinkt, da unsere Behandlungen stetig besser werden. Das Risiko, dass wir Patient:innen mit Defiziten „produzieren“, steigt gleichzeitig allerdings an.

    PICS und Post-COVID: Ein Zusammenhang?

    Haben Sie einen Anstieg von PICS-Fällen in Verbindung mit Long-COVID nach der Pandemie bemerkt?

    Frau Dr. Steiencke: Es gibt eine S1-Leitlinie Long/Post-Covid in der PICS als Untergruppe genannt wird. Der Fokus auf Post-Covid wird meiner Meinung nach in den kommenden Jahren nachlassen, da Covid nicht mehr die gleiche Krankheitsschwere aufweist. Es ist jedoch naheliegend, dass ein Patient mit Post-Covid auch PICS haben kann, wenn er lange Zeit auf der Intensivstation verbrachte. Daher wurde PICS als eine Untergruppe des Post-Covid in die Leitlinie aufgenommen.


    Eine Schlüsselkomponente bei PICS ist die Rehabilitation. Wie wichtig ist es, damit frühzeitig zu beginnen? Und erfolgt diese Maßnahme immer stationär?

    Frau Dr. Steinecke: Schlüsselkomponente Nr. 1 ist zuerst die Prävention, also alles, was ich während der Behandlung auf der Intensivstation beeinflussen kann. Die Rehabilitation muss dann greifen, wenn man vorbeugend alles getan hat und der Patient trotzdem Defizite aufweist. Reha muss so früh wie möglich beginnen, bereits auf der Intensivstation, und dann überlappend stattfinden mit den Nachsorge-Einrichtungen bis hin zu einer Ambulanz zur Nachsorge.

    Wichtig in allen Fachbereichen: Der Austausch mit Kolleg:innen

    Den mehrstufigen Prozess der PICS-Diagnostik, die Schlüsselkomponenten der Behandlung sowie die verschiedenen Phasen der Rehabilitation erklären Sie sehr ausführlich in unserem Onlinekurs und vor Ort auf Sylt in unserem Repetitorium Intensivmedizin.

    Wir hätten gerne mehr so wunderbare Referentinnen wie Sie in unserem Team!

    Was motiviert Sie als Referentin zu arbeiten?

    Frau Dr. Steinecke: Es ist wirklich wichtig, mit Fachkolleg:innen ins Gespräch zu kommen. Als Referent:in ist man immer in der Verantwortung, sich ständig mit der aktuellen Literatur auseinanderzusetzen und auf dem neuesten Stand zu bleiben. Aber der zentrale Aspekt ist tatsächlich der Austausch. Es spielt keine Rolle, ob ein Referent von einer Universitätsklinik oder einem kleineren Krankenhaus kommt: Nicht immer ist der eigene Weg der richtige. Und dieser Austausch, besonders mit angehenden Facharztkolleg:innen oder jenen auf dem Weg zur Zusatzbezeichnung Intensivmedizin, ist äußerst wertvoll.

    Es ist auch ratsam, sich immer mal wieder zu überwinden, vor größeren Gruppen von Menschen zu sprechen. Diese Fähigkeit ist in vielen anderen Situationen – ob in Prüfungs- oder Trainingssituationen – hilfreich. Als Referent:in ist das eine großartige Gelegenheit, sich in einem kollegialen Umfeld mit Gleichgesinnten zu treffen und auszutauschen.

    Weiterführende Informationen rund um PICS Intensivstation

    Können Sie Fachliteratur oder andere Quellen empfehlen, wenn sich jemand tiefer mit PICS Medizin beschäftigen möchte?

    Frau Dr. Steinecke: Ja, es gibt ein Buch der ESICM (European Society of Intensive Care Medicine) über PICS Medizin. Die aktuelle Ausgabe ist von 2020.

    Die Online-Literaturrecherche ist hier jedoch oftmals das einfachste, da Bücher nur einen Moment erfassen. Es gibt dieses Jahr viele neue Publikationen im Bereich PICS mit interessanten Grundlagen und Untersuchungen. Unter dem Stichwort PICS gibt es online viel zu finden.

    Anne Lindner (Redaktionsteam MD HORIZONTE)

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  • Qualitätsindikatoren in der Intensivmedizin | MD Horizonte

    Qualitätsindikatoren in der Intensivmedizin | MD Horizonte

    Qualitätsindikatoren Intensivmedizin


    Qualitätsindikatoren in der Intensivmedizin | MD Horizonte

    Prüfungsrelevantes Wissen für eine optimale Patientenversorgung

    Qualitätsindikatoren sind essenziell für eine optimale Patientenversorgung in der Intensivmedizin. Sie ermöglichen, die Qualität auf Intensivstationen zu messen und kontinuierlich zu verbessern.

    Unser wissenschaftlicher Leiter Prof. Dr. med. Jörg Weinmann betont, dass die zehn Qualitätsindikatoren der DIVI auch bei der Prüfung zur Zusatzbezeichnung Intensivmedizin immer wieder gerne abgefragt werden.

    Daher bieten wir sowohl angehenden als auch erfahrenen Fachärztinnen und Fachärzten in unserem Repetitorium Intensivmedizin 2023 die Möglichkeit, sich intensiv mit diesen Qualitätsindikatoren auseinanderzusetzen und ihr Wissen zu vertiefen bzw. aufzufrischen.

    In diesem Beitrag lesen Sie:

    1. Die Bedeutung von Qualität auf einer Intensivstation
    2. DIVI: Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin
    3. Wie läuft das Verfahren ab?
    4. Die zehn Hauptindikatoren in der Intensivmedizin
    5. Die Qualitätsindikatoren als Lerninhalt bei MD Horizonte
    6. Informationen zu CME-Punkten und prüfungsrelevanten Weiterbildungsangeboten


    Die Bedeutung von Qualität auf einer Intensivstation

    Qualität ist ein zentraler Faktor in der Intensivmedizin und sollte stets im Fokus stehen. Aus diesem Grund sind die zehn Qualitätsindikatoren ein wichtiger Bestandteil unseres Repetitoriums Intensivmedizin: Damit Sie wissen, wie die Qualitätsstandards aktuell sind und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.

    Die Kennzahlen wurden entwickelt, um indirekt den Erfolg medizinischer Leistungen und die Qualität der Patientenversorgung abzubilden.

    Doch wer legt diese Qualitätsindikatoren fest?

    DIVI: Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin

    Sie werden festgelegt von der nationalen Steuerungsgruppe der DIVI, einem 31-köpfigen interprofessionellen Autorenteam. Ein aktuelles Update wurde im Frühjahr 2022 veröffentlicht.

    Die Expertengruppe arbeitet kontinuierlich in einem PDCA-Zyklus (Plan, Do, Check, Act) zusammen und recherchiert fortlaufend. Das bedeutet: Während Sie diesen Artikel lesen, arbeitet das Gremium bereits an neuen Anpassungen.

    Die Auswahlkriterien der Qualitätsindikatoren

    1. Die Indikatoren müssen durch Studien evidenzbasiert belegt sein.
    2. Die Indikatoren sollten Schwierigkeiten in der Praxis aufgreifen, von denen bekannt ist, dass sie nicht immer erfüllt werden. Das schafft Raum für Verbesserungen.
    3. Ein weiterer Diskussionspunkt innerhalb der Expertengruppe ist die Menge der Qualitätsindikatoren. Hier legt man sich auf zehn fest, denn sonst wird es zu ausufernd und ist nicht mehr zu überblicken.

    Die Anwendung der Qualitätsindikatoren

    Die Qualitätsindikatoren dienen als Grundlage für das intensivmedizinische Peer Review. Vielleicht haben Sie den Prozess auf Ihrer Intensivstation bereits durchlaufen? Im Folgenden fassen wir den Ablauf des Verfahrens für Sie zusammen.


    Wie läuft das Verfahren ab?

    Das intensivmedizinische Peer Review der DIVI und der Landesärztekammern ist ein freiwilliges Verfahren und ermöglicht eine externe Überprüfung der Qualität auf Intensivstationen. Somit fallen sie in den großen Bereich der Qualitätssicherung.

    Im Rahmen des Peer Reviews werden die Qualitätsindikatoren untersucht und bewertet. Anschließend erstellt das Review-Team einen Bericht in Form einer SWOT-Analyse, der die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken der visitierten Intensivstation aufzeigt. Dieser Bericht dient als Grundlage für gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität und Patientenversorgung.

    Weitere Infos über den Ablauf finden Sie hier.

    Die zehn Hauptindikatoren in der Intensivmedizin

    Qualitätsindikatoren


    Das 30 Seiten starke Dokument fasst in zehn Punkten kompakt die wesentlichen Behandlungsaspekte und Strukturmerkmale zusammen, die mit den Qualitätsindikatoren für jede Intensivstation überprüfbar sind.

    Die Publikation ist zum Download veröffentlicht unter: https://www.divi.de/joomlatools-files/docman-files/publikationen/peer-review/220310-qualitaetsindikatoren-intensivmedizin-divi-peer-review.pdf

    Im weiteren Verlauf des Artikels wollen wir auf vier der zehn Indikatoren etwas genauer eingehen und Ihnen wichtige Tipps und Tricks mit auf den Weg geben:

    I Tägliche multiprofessionelle und interdisziplinäre Visite mit Dokumentation von Tageszielen

    Der erste Qualitätsindikator ist die tägliche multiprofessionelle und interdisziplinäre Visite, bei der Tagesziele für jeden Patienten schriftlich dokumentiert werden. Diese Visite fördert die Kommunikation der an der Behandlung beteiligten Professionen auf einer Intensivstation. Ziel ist es, den täglichen Ablauf auf der Intensivstation zu strukturieren und das Risiko von Informations- und daraus resultierenden Qualitätsverlusten zu verringern.

    Dabei gibt es wortwörtlich einen T-R-I-K-K (Akronym):

    Leitfaden zur Berücksichtigung des Patientenwillens, der während der Visite
    abgearbeitet werden kann:

    • Formuliere das Therapieziel. (T)
    • Re-evaluiere das Therapieziel regelmäßig. (R)
    • Gibt es eine geeignete Indikation? (I)
    • Hat die geplante Prozedur eine Konsequenz und dient dem Therapieziel? (K)
    • Gibt es einen Konsens des Patienten für die aktuelle oder geplante Behandlung? (K)

    V Überwachung der Maßnahmen zur Infektionsprävention

    Der Inhalt dieses Indikators ist normalerweise in den allgemeinen Hygieneregeln und Leitlinien eines jeden Krankenhauses festgelegt. Es soll sichergestellt werden, dass aktuelle Empfehlungen zur Infektionsprävention auf Intensivstationen umgesetzt werden.

    Tipp: Für die Facharztprüfung und Zusatzbezeichnungsprüfung ist es wichtig, die fünf Indikationen zur Händesinfektion zu kennen und sicher anwenden zu können.

    Weitere Tipps zu prüfungsrelevanten Themen erhalten Sie im Laufe des Repetitoriums.

    VIII Strukturierte Kommunikation mit Patienten und Angehörigen

    Ziel dieses Qualitätsindikators ist es, die Kommunikation mit Patienten und Angehörigen zu verbessern und Gesprächsinhalte strukturiert zu dokumentieren. Dadurch sollen Probleme wie Traumafolgestörungen, Depressionen und Ängste bei Familienmitgliedern verringert sowie ethische Konflikte und Belastungen für das Personal vermieden werden.

    Innerhalb von 72 Stunden nach der Aufnahme auf die Intensivstation sollte ein erstes Gespräch stattfinden, gefolgt von mindestens einem wöchentlichen Folgegespräch.

    Die Struktur des Qualitätsindikators beinhaltet:

    1. Den aktuellen Zustand des Patienten erklären.
    2. Den tatsächlichen oder mutmaßlichen Patientenwillen ermitteln, entweder durch den Patienten selbst oder durch Angehörige.
    3. Die Perspektive der Angehörigen ermitteln, falls der Patient nicht selbst frei für sich sprechen kann.
    4. Aktuelle Behandlungsmöglichkeiten und die Behandlungsplanung besprechen, unter Berücksichtigung des Therapieangebots.
    5. Das Therapieangebot, den Patientenwillen und die Therapieziele in Übereinstimmung bringen.
    6. Die mittel- und langfristige Prognose unter Berücksichtigung der Erfolgswahrscheinlichkeit einer Therapie besprechen. Falls nicht absehbar, dies auch mitteilen.
    7. Fazit, Festlegungen und Konsequenzen besprechen.

    Ergänzend dazu auch an dieser Stelle ein Akronym als Gedankenstütze:

    Das VALUE-Konzept

    • Value family statements: Würdigen, was die Angehörigen sagen; Wertschätzung
    • Acknowledge family emotions: Gefühle zugestehen und bestätigen
    • Listen to the family: Zuhören
    • Understand the patient as a Person: Fragen stellen, die es erlauben, die Persönlichkeit des Patienten zu verstehen
    • Elicit family questions: Angehörige zu Fragen ermuntern

    X Leitung der Intensivstation

    Der letzte Qualitätsindikator befasst sich mit der Personalsituation auf der Intensivstation. Es ist wichtig, dass die Leitung der Station von einem Facharzt mit Zusatzbezeichnung Intensivmedizin übernommen wird, der keine anderen Aufgaben hat und während der Kernarbeitszeit immer anwesend ist. Zudem muss rund um die Uhr erfahrenes medizinisches und pflegerisches Personal verfügbar sein.

    Stecken Sie gerade mitten in der Vorbereitung für eben diese Prüfung zur Zusatzbezeichnung Intensivmedizin oder wollen Ihr Wissen auffrischen?


    Die Qualitätsindikatoren als Lerninhalt bei MD Horizonte

    Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. med. Jörg Weinmann vermitteln namhafte Referent:innen in unserem Repetitorium Intensivmedizin kompakt den aktuellen Wissensstand der Intensivmedizin unter Berücksichtigung interdisziplinärer Aspekte.

    Neben den großen Themenbereichen, wie Beatmung, Sepsis sowie allgemeine intensivmedizinische Diagnostik und Therapie, wird das Repetitorium unter anderem durch ethische Vorträge und Diskussion über die Grenzen der Intensivmedizin vervollständigt.

    Zusätzlich zu den Vorträgen erhalten Sie von Prof. Dr. med. Jörg Weinmann Einblicke in die zehn intensivmedizinischen Qualitätsindikatoren sowie ihre praktische Anwendung.


    Nichts mehr verpassen! 

    Aktuelle Themen, regelmäßge Tipps.

    Meet the Expert, 

    in Zoom oder auf Sylt! 

    Alle Infos und Termine rechtzeitig erhalten…

    Mit MD Horizonte zur Facharztprüfung: Nutzen Sie die flexiblen Repetitorien auch für andere Fachbereiche, zum Beispiel Gynäkologie & Geburtshilfe und Anästhesie.

    Hier kommen Sie zum gesamten Online-Kursprogramm.

    Autorin: Anne Lindner (Redaktionsteam MD Horizonte)

    Quellen und weiterführende Ressourcen

    Die 10 Qualitätsindikatoren (QIs) der Intensivmedizin: Vortrag von Prof. Dr. med. Jörg Weinmann im Rahmen des Repetitoriums Intensivmedizin [zitiert 17. April 2023]

    Kurzvita Prof. Dr. med. Jörg Weinmann [zitiert 17. April 2023]; Verfügbar unter: LVBB_Ich-bin-MB_Jörg Weimann | Marburger Bund Berlin/Brandenburg (marburger-bund.de)

    Die Hauptindikatoren 1 – 10 im Detail [zitiert 17. April 2023]; Verfügbar unter: Qualität Intensiv-/Notfallmedizin: Peer Review – Indikatoren (divi.de)

    PM: Qualitätssicherung in der Intensivmedizin: Update der DIVI-Qualitätsindikatoren veröffentlicht [zitiert 17. April 2023]; Verfügbar unter: PM: Qualitätssicherung in der Intensivmedizin: Update der DIVI-Qualitätsindikatoren veröffentlicht

    Weiterführende Publikationen hat die DIVI für Sie zusammengefasst; Verfügbar unter: Qualität Intensiv-/Notfallmedizin: Peer Review – Publikationen (divi.de)